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Monday, January 14, 2013

Rezension Peter J. Koenig-DIE DEUTSCHE RENNSPORT-GESCHICHTE -Karl Ludvigsen

Einer der renommiertesten Automobil-Historiker, Karl Ludvigsen erzählt in dem hier vorliegenden, reich bebilderten Buch die Geschichte des deutschen Rennsports der letzten hundert Jahre. Dabei stehen natürlich die legendären Rennwagen, die Marken und die berühmten Piloten im Vordergrund. Aber auch die Männer, die nicht im Rampenlicht waren, dennoch einen entscheidenden Anteil, an der Konstruktion, am Rennmanagement und nicht unwesentlich, an der Finanzierung und an der Durchführung in den einzelnen Automobilwerken mit die Verantwortung trugen, werden hier ausgiebig gewürdigt. Automobilsport war von Anfang an in Deutschland sehr populär. Das hängt damit zusammen, weil bekanntlich auch die ersten Automobile in Deutschland gebaut worden sind. Die Entwicklung im Rennsport verlief entsprechend rasant. Mercedes-Benz und Auto-Union waren hier führend, was sich bis heute durch die Ikonen des Rennsports der damaligen Zeit widerspiegelt. Jedes Kind kennt auch heute den berühmten historischen Silberpfeil von Mercedes, dem Auto-Union mit seinen Rennwagen so manchen Sieg streitig machte.

 Rennsportgeschichte ist auch immer Zeitgeschichte. Dies wird besonders deutlich in den Jahren des Dritten Reiches. Für die Nazis war Automobilrennsport ein nationales Prestigeobjekt. Deshalb bekamen die erfolgreichen Automobilwerke jede Unterstützung seitens des NS-Regimes. Hier konnte erfolgreich Propaganda platziert werden, hier sollte die Überlegenheit deutscher Technik in der ganzen Welt demonstriert werden. Aus technischer Sicht war diese Zeit zweifellos ein Fortschritt für den Rennwagenbau. Mit dem Untergang des Dritten Reichs war dieses Kapitel fürs Erste beendet. Es hat Jahre gedauert, bis deutsche Autobauer wieder am Renngeschehen teilnehmen konnten. Aber auch danach ging es wieder steil bergauf mit dem deutschen Rennsport. Heute ist in fast allen Rennserien, die weltweit ausgetragen werden automobile Ingenieurskunst aus Deutschland immer vorne mit dabei. All diese Ereignisse schildert das Buch ausführlich und informiert exakt über die technischen Hintergründe. Eine Vielzahl von Fotografien aus dem eigenen Archiv des Autors Karl Ludvigsen rundet diese kurzweilig geschriebene Dokumentation ab. Damit der interessierte Leser vorab informiert wird, hier nun die einzelnen Kapitel dieses umfassenden Werkes des deutschen Rennsports: 

Vorwort 
Deutsche Rennwagen: weiß oder silber? 
Herrenfahrer am Volant
Hubert von Herkomer und Heinrich von Preußen 
Die ersten Grand-Prix-Rennen
Mercedes unter Druck 
Die "wilden" Zwanzigerjahre 
Die Entstehung der Silberpfeile 
Die 750-Kilogramm-Formel
Von Adler bis Zoller 
Siegen als nationale Pflicht 
Erfolgreiche Wiederbelebung 
Die neue Generatio des Silberpfeils 
Der Anderthalb –Liter-Club 
Rennen zum Vergnügen 
Angewandte Wissenschaft Deutsche-Meisterschafts-Serien 
Rückkehr zur Formel Eins 
Zähigkeit- eine deutsche Tugend? 
Man trägt wieder Silber 
Bayrische Offensive 

Landkarte der namhaften Hersteller und Rennstrecken in Deutschland finden sie auf Seite 191. Empfehlenswert. 

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Thursday, January 3, 2013

Rezension Peter J. König- Der Harley -Davidson Reader

Dieses Buch nimmt sich einer Legende an, einer lebenden Legende. Wenn das Wort Harley fällt, wissen selbst diejenigen, die noch nie in ihrem Leben auf einem Motorrad gesessen haben und sich auch ansonsten für Zweiräder nicht interessieren, dass damit eine Maschine gemeint ist, die nicht in erster Linie ein Fortbewegungsmittel ist, sondern ein Mythos, eine Lebenseinstellung und eine ewige Liebe zugleich. Die Geschichte der Kultmarke Harley Davidson liest sich wie das Leben selbst, mit immer wiederkehrenden Höhen und Tiefen. Einst als einfaches Motorrad gebaut, hat es sich mit den Jahren die Herzen einer verschworenen Fangemeinde erobert. 

Keine Maschine, so die Liebesbezeichnung der Harley-Jünger hat es auf dem Sektor des Motorradbaues zu einem solchen Kultstatus gebracht, wie eben die Harley. Die Gemeinschaft der Anhänger zelebrieren die Lebensanschauung Harley in weltweiten Vereinigungen, in Form von Clubs, mit regelmäßigen Treffen auf der ganzen Welt, besonders aber bei den Meetings in den USA, dem Ursprungsland der Harley Davidson. Bei einem solchen Objekt der Bewunderung und der Begierde ist es natürlich nur zu verständlich, das der Delius Klasing Verlag auch mit einem ganz besonderen Konzept der Hommage an diese ehrwürdige Ikone herantritt.

 Es sind die berühmtesten Liebhaber der Harley, die durch eigene Beiträge dokumentieren, wie sehr sie ihrem Liebesobjekt verfallen sind. Um zu veranschaulichen, woher die magische Kraft entsteht, wird durch eine Vielzahl von Bildern alle Stationen in der Entwicklung von Harley Davidson gezeigt, mitunter auch manch Skurriles. Eines haben alle Ablichtungen gemeinsam, die Personen, die mit den Maschinen gezeigt werden, strahlen Verzückung und Stolz aus. Hier trifft das Buch exakt den Nerv der Harley-Jünger, um es unverfälscht an den Betrachter weiter zu geben. Es würde zu weit führen, an dieser Stelle all die Mitglieder der großen Harley- Davidson-Familie zu nennen, die mit ihrem Beitrag so viel Anschauliches über die Kultmarke geschrieben haben. 

Stellvertretend soll der Motorradartist Evel Knievel genannt werden, der mit seiner Spezial-Harley einmalige Stunts gezeigt hat, indem er mit seiner Maschine atemberaubende Flüge durch die Luft über Hindernisse und Bergschluchten vollbrachte. Der Nachkomme eines Gründers dieser Kultmarke, Jean Davidson hat das Vorwort zu diesem außergewöhnlichen Buch geschrieben. Die einzelnen Kapitel lauten wie folgt: 

Der erste Kontakt
Der Ursprung der Legende 
Geschwindigkeitssüchtig 
Der Ausbruch des Bösen 
Born to Be Wild 
Das Gute, das Böse, das Legendäre 
Kinder, macht das nicht zu Hause nach! 
Menschen, Tiere, Sensationen 
Bobber und Chopper 
Unterwegs 
Das Harley-Lebensgefühl 

Man muss ja nicht gerade Eigentümer dieser lebenden Legende sein, um sich für diese Kultmaschine zu begeistern, und doch hat oftmals der Wunsch, sich eine Harley zuzulegen damit begonnen, dass man sich immer wieder in ein solches Buch vertieft hat, das letztendlich die Seele dieses Objekts der Begierde offenbart.

 Empfehlenswert. 

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Wednesday, January 2, 2013

Rezension Peter J. König: SLS AMG - Delius Klasing Verlag

Dieses Buch ist in mehrfacher Hinsicht ein Kleinod. Für den Liebhaber spektakulärer Supersportwagen ist allein das Kürzel SLS AMG elektrisierend. Sofort geht der Puls spürbar hoch, Adrenalin macht sich im ganzen Körper breit. Das neue Spitzenmodell aus dem Hause Mercedes und seiner Veredlungswerkstatt AMG in Affalterbach zieht alle in den Bann, die Begeisterung für edle Sportwagen, mit einer einzigartigen Technik und einem atemberaubenden Design lieben. Neben der aktuellen Erscheinung ist es der legendäre Mythos der dieses automobile Kunstwerk adelt. Um in die Fußstapfen des berühmten Mercedes 300 SL zu steigen, mussten sich die Zuffenhausener Autobauer etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Das vorliegende Buch zeigt, dass dieses perfekt gelungen ist. Den SLS AMG gibt es in vier Varianten, nämlich als Coupé, Roadster, GT3 und in der E-Cell-Version. Alle Modelle werden in atemberaubenden Kulissen dargestellt, an Hotspots des internationalen Jet-Sets, aber auch in zügiger Fahrt durch prächtige Naturkulissen. Immer macht der SLS AMG eine gute Figur, die ästhetische Erscheinung dieses technischen Meisterwerks harmoniert absolut mit der jeweiligen natürlichen Szenerie seines Umfeldes. Dieses beweist der Bildband eindrucksvoll.

Aber nicht nur die ästhetische Schönheit des SLS AMG wurde hier vom Delius Klasing Verlag in Szene gesetzt. In verschiedenen Kapiteln gibt das Buch einen überzeugenden Eindruck, wie dieses einzigartige Automobil zustande gekommen ist, von der Idee bis zur technischen Fertigstellung. Dabei werden auch Fachleute vorgestellt, die für dieses einzigartige Konzept die Verantwortung tragen. So hat der Leser die Chance in Bildern und mit fachkundiger Kommentierung hinter die Kulissen der automobilen Manufaktur in Affalterbach, dem Geburtsort des SLS AMG zu schauen. Selbstverständlich werden auch alle technischen Details benannt und sie sind beeindruckend. Um einen ersten Überblick zu verschaffen, möchte ich anschließend noch das Inhaltsverzeichnis dieses wunderbaren Bildbandes hier aufzeigen.

ÜBER SPORTWAGEN
VOLLGAS IN DIE ZUKUNFT
TRAUMMASCHINEN
SLS AMG DESIGN
OPEN MIND
KOMMANDO KRAFTZELLE
DER GESCHÄFTSFÜHRER 
DAS ZIEL IST DAS ZIEL 
TEILCHENBESCHLEUNIGER 
PROJEKT ULTRALEICHT 
DER JOB SEINES LEBENS 
VOM FLAGGSCHIFF ZUM TRAUMAUTO 
KUNST LEBEN
SILBERPFEIL RELOADED
DER ASPHALT 

Zweifellos muss man bei dem vorliegenden Werk von einem höchst gelungenen Kunstbuch sprechen, denn nicht nur das vorgestellte Automobil ist vom Feinsten, alle Personen die an diesem Bildband mitgewirkt haben, hatten nur Edles im Sinn. Dieses gilt sowohl für die Fotografen, die Motor-Journalisten, die die erläuternden Texte verfasst haben, aber auch für das Layout, das Cover und den Hochglanzdruck. Dieser besondere Bildband schmückt wahrlich jede Bibliothek. 

 Empfehlenswert 

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Monday, December 17, 2012

Rezension:The BMW Book (Gebundene Ausgabe)

Der Leiter der Konzernkommunikation und Politik Maximilian Schöberl lädt die Leser dieses Prachtbildbandes auf eine Reise durch die Markenwelt von BMW ein. Dabei wartet das Buch mit einer Fülle an Bildern der wichtigsten Aspekte der Marke auf und streift die Produktvielfalt der fast 100- Jährigen Geschichte. Schöberl unterstreicht, dass es sich bei dieser Publikation weder um ein technisches oder historisches Nachschlagewerk handelt. Geweckt werden soll durch die wundervollen Aufnahmen  einfach nur die Leidenschaft für Mobilität.

Im Rahmen der sechs Kapitel:
Automobile
Klassiker und Ikonen
Motorräder
Motorsport
Konzeptfahrzeuge
Architektur
wird man mit der Welt dieser Automobilmarke vertraut gemacht und darf sich am Anblick vieler Modelle erfreuen. Vorgestellt wird zunächst der BMW 1 er, als agiler Begleiter der jungen und aktiven Generation, der mit seinem sportlichen Design und dem Fahrverhalten Vielseitigkeit für den urbanen Alltag verspricht. Man lernt BMW 3 er als Inbegriff der kompakten Sportlimousine kennen, auch als BMW 3 er Touring und erfährt, dass die BMW 3 er Reihe die erfolgreichste Modellreihe seit über 30 Jahren darstellt. Als Geheimnis des Erfolgs wird Vielseitigkeit genannt. Man lernt den BMW 5er kennen, den es seit 1972 gibt und auch den neuen BMW aus der 6er Reihe, bei dem sich als Coupé, Cabrio und dem viertürigen Gran Coupé Sportlichkeit und Eleganz paaren. Vorgestellt wird zudem der BMW 7er, auch der Z4, der BMW X 1, 3, 5 und 6, dann auch der BMW M. Das M steht übrigens für Motorsport. BMW i lernt man ebenfalls kennen und kann sich anhand opulenter Bilderwelten des Designs dieser vielen schönen Fahrzeuge erfreuen.

Eigentlich ist das Buch eher etwas für Frauen, die nicht unbedingt unter die Motorhaube schauen möchten, sondern sich lieber mit Farbe und Form befassen. Doch das möchte ich lieber nicht so laut sagen. Ich bin ein absoluter Design-Freak und kann mich stundenlang an schöner Gestaltung von Produkten jedwelcher Art ergötzen. Insofern habe ich auch an einigen Klassikern und Ikonen meinen besonderen Spaß, weil diese teilweise unendlich formschön sind. Das gilt beispielsweise ganz besonders für den BMW 328 aus den 1930er Jahren, aber auch für den BMW 328 Hommage aus der heutigen Zeit.


Man lernt viele Motorräder aus dem Hause BMW kennen und kann hier u.a eine junge belgische Journalistin beim rasanten Fahren des Traummotorades der 1950er Jahre: die BMW R 68 bewundern.

Tolle Bilder aus dem Bereich des Motorsports, sowohl was Rennwagen als auch was Motorräder anbelangt, warten auf den Betrachter.

Das Design des BMW Vision Efficient Dynamics soll Leichtbau, optimierte Aerodynamik und den innovativen Hybridanantrieb erlebbar machen. Obschon es sich um einen (übrigens sehr formschönen) Super-Sportwagen handelt, bleibt der Verbrauch auf Kleinwagenniveau.

Zum Schluss lernt man dann noch die imposante Architektur von BMW- Firmengebäuden kennen und erhält einen Einblick in das BMW-Museum.

Für alle die Freude an schönem Design haben, wartet hier ein Leckerbissen auf die Betrachter. Mein Traumauto aus diesem Buch ist eindeutig der BMW 328 aus den 1930er Jahren. Damit eine Reise durch Frankreich im Sommer..... was will man mehr?
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Sunday, December 9, 2012

Rezension: Porsche 911: Das Kompendium (Gebundene Ausgabe)

Das vorliegende, reich bebilderte Handbuch, in dem die sechs Generationen des Porsches 911 präsentiert werden, wurde von Randy Leffingswell auf den Weg gebracht.

Untergliedert ist es in acht Kapitel, denen die Einleitung vorangestellt ist. In dieser werden die Vorgänger und Prototypen aus den Jahren 1948-1965 abgehandelt.

Damit Sie einen Überblick erhalten, hier kurz eine Auflistung der Kapitel:
Kapitel 1- 1964-1969: Die erste Generation
Kapitel 2- 1970-1977: Die erste Generation wird fortgesetzt
Kapitel 3- 1978-1983: Die zweite Generation
Kapitel 4- 1984-1989: Fortsetzung der zweiten Generation
Kapitel 5- 1989-1994: Vorstellung der dritten Generation
Kapitel 6- 1994-1998: Die vierte Generation
Kapitel 7- 1998-2005: Die fünfte Generation
Kapitel 8: 2005-2011: Die sechste Generation

Neben vielen tollen Aufnahmen von den fokussierten Fahrzeugen und deren Innenleben, erhält man unzählige technische Daten zu den einzelnen Modellen und es wird Wissenswertes aus der Entwicklungsgeschichte besagter Modelle vermittelt.

Im Hinblick auf die technischen Daten erfährt man jeweils Konkretes zu: Ausführungen, Radstand, Länge, Breite, Höhe, Leergewicht, Basispreis, Spur vorne, Spur hinten, Räder vorne, Räder hinten, Bereifung vorne, Bereifung hinten, Aufbau, Aufhängung vorne, Aufhängung hinten, Bremsen, Motor Bauart, Hubraum, Bohrung X Hub, PS, Drehmoment, Verdichtung, Gemischzufuhr, Endübersetzung, Höchstgeschwindigkeit.

Die Farb- und Formgestaltung aus den 1970er Jahren finde ich geradezu befremdlich. Das Cabriolet aus dem Jahre 1994 allerdings könnte mir noch heute gefallen. Die Beschleunigung von null auf 100 km/h wird mit 5,6 Sekunden angegeben. Kein wirkliches Vergnügen bei Radarfallen am Ortausgang.

Schöner als dieses Fahrzeug allerdings ist der Turbo R Cabrio von 1998, der nur 3,6 Sekunden benötigt, um von null auf 100km/h zu beschleunigen. Geradezu ideal beim Überholen.

Als Liebhaberin von Cabrios gefällt mir die offene Version natürlich stets am besten und hier das Turbo-Cabriolet von 2008-2009, das eine Höchstgeschwindigkeit von 307/km erreicht. Keine Ahnung, wo man solche Geschwindigkeiten realisieren kann. Im Rhein-Main-Gebiet wohl kaum.

Empfehlenswert.

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Thursday, November 29, 2012

Rezension:Helden der Rennstrecke: Formel-1-Piloten der 1950er- und 1960er-Jahre - Kommentiert von Sir Stirling Moss, Sir Jack Brabham, Sir Jackie Stewart, John ... Sir Frank Williams - Vorwort David Coulthard (Gebundene Ausgabe)


 "Es ist sehr schwierig, lange am Limit zu fahren. Da ist die hohe Konzentration, da ist die körperliche Erschöpfung, und dann meldet sich irgendwann auch die psychische Erschöpfung." (Graham Hill)

Dieses reich bebilderte Buch von Stuart Codling befasst sich mit der Formel-1-Piloten der 1950er –und 1960er –Jahre.

In seiner Einführung unterstreicht Graham Hill, dass damals die Belohnungen seltener, die Risiken für die Fahrer aber höher waren. In jenen Tagen gab es nur acht Rennen im Jahr. Zunächst lernt man die einzelnen Fahrer mittels Textporträt und Foto kennen, die an einer signifikanten Anzahl von Rennen während dieser Ära der Formel-1-Weltmeisterschaft teilgenommen haben. Man erfährt immer auch die genaue Anzahl an GP-Starts und die Anzahl der Siege. Graham Hill war übrigens 1962 und 1968 Weltmeister. Wolfgang von Trips zählt auch zu den Protagonisten. Er gehört zu den Fahrern, für die die Rennstrecke tödliche Folgen hatte.

Untergliedert ist der Bildband im Anschluss an den Prolog in die Kapitel: Ankunft, Training, Start, Rennmagie, Geschwindigkeit, Konzentration, Unfälle, Ziel.

Die Bilder werden allesamt sehr gut beschrieben. Zudem enthält das Buch spannende Kommentare von Sir Stirling Moss, Sir Jack Brabham, Sir Jackie Stewart, John Surtees und Sir Frank Williams.

Dem Leser werden unzählige Fotos aus den alten Renntagen entgegengebracht. Hier sieht man die hochkonzentrierten Protagonisten bei ihrem Tun. Die Rennen werden bestens beschrieben und es kommen, wie schon erwähnt, auch Protagonisten immer zu Wort, so etwa Jackie Stewart: "Ich habe gelernt, wie ich Gefühle unterdrücken kann. Gefühle gehören zu den gefährlichsten Dingen im Leben. Entweder es ist die Angst vor dem Start, oder Du merkst wie Du denkst: 'Ich führe und es sind noch ein paar Runden zu fahren, den Sieg hab` ich in der Tasche.' Das ist schlechtes psychologisches Management, und man muss lernen, es zu unterdrücken. Ich habe die meisten Rennen in den ersten Runden gewonnen, während meine Konkurrenten dabei waren, sich vor Aufregung vor dem Start, die sie sich selbst gebracht hatten, zu beruhigen." (Zitat: S.92)

Tolle Fotos, spannende Texte und sehr viel Siegerlächeln.

Empfehlenswert.

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Friday, November 9, 2012

Rezensionen: Audi Ikonen: Faszinierende Automobile einer bewegten Geschichte (Gebundene Ausgabe)

Dieser traumhafte Prachtbildband von Matthias Kaluza stellt 57 Fahrzeuge aus der Geschichte der Audi AG vor. Dabei ist das Buch in drei große zeitliche Abschnitte gegliedert: 1904-1932; 1932-1964; 1965-2010.

Zunächst erfährt man Wissenswertes über die vier Ursprungsmarken des heutigen Konzerns: Audi, Horch, DKW und Wanderer und liest auch, dass bei Audi, Horch und Wanderer erst frühestens Ende der 1920er Jahre ein markenspezifisches Design aufgrund einer stärkeren Formensprache erkennbar war.

Damals vollzog sich in der Automobilwerbung eine Trendwende von sportlicher, archaischer, primär männlich geprägter Symbolik hin zur Kultur des Dahingleitens, des Reisens und Flanierens. Mit einem Wort, die Geschwindigkeit musste damals dem Genuss Platz machen, (vgl.: S.15).

Vorgestellt wird zunächst die Horch 18- 22 PS Limousine. Die Fotos dazu sind übrigens ein Hochgenuss. Der 18-22 PS war von 1904- 1909 im Fertigungsprogramm. Man hat die Möglichkeit unter die Motorhaube zu blicken, auch in den herrschaftlich ausgestatteten Innenraum mit seinen vielen Details und erhält zudem alle technischen Eckdaten.

 Es geht weiter mit dem Audi 14/35 PS Typ C Phaeton, der vor dem ersten Weltkrieg zu den ausgereiftesten deutschen Automobilkonstruktionen zählte. Auch hier wird der Wagen sehr gut porträtiert und auch hier erhält man alle wichtigen Eckdaten.

 Es folgen dann der Wanderer 5/12 PS W 3 Zweisitzer und der Horch 10/35 PS Phaeton in einem tollen Grünton. Bei diesem Auto handelte es sich um einen offenen Tourenwagen, der 15 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer benötigte.

 Es führt zu weit an dieser Stelle alle im Buch vorgestellten Fahrzeuge zu benennen. Einige allerdings möchte ich hervorheben und eingestehen, dass es mir primär die Horch-Modelle angetan haben. Das Horch 670 Sportcabriolet ist eines dieser Fahrzeuge. Dann folgen weitere Modelle, unter ihnen auch das Horch 853 Sportcabriolet, aber auch das wunderschöne DKW F 5 Front Luxus-Cabriolet aus den 1930er Jahren, dessen viersitzige Ausführung die Karosseriefirma Baur in Stuttgart lieferte.

Sehr edel auch ist der Audi Front 225 Roadster in Cremefarbe mit weinroten Ledersitzen und ein Traum ist der Horch 930 V Roadster in Silbergrau mit weinroten Ledersitzen. Unmöglich an dieser Stelle auf all die technischen Daten näher einzugehen.

Neue Modelle sind natürlich auch zu bewundern, darunter auch der formschöne Audi Avus quattro. Dieser Supersportwagen beschleunigt in weniger als 3 Sekunden auf 100 km/h und zählt damit zu meinen Traumautos.

 Ausführlich wird man informiert über die Auto Union AG 1932-1948 und deren Neubeginn in Ingolstadt 1949 als Audi Union GmbH und von dieser 1965 zu Audi bis 2010.

Großes Lob an die Fotografen. Ein gelungener Bildband, den ich Liebhabern schöner Autos gerne empfehle. 

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