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Wednesday, October 30, 2013

Neue Größe unter den Kleinstwagen


 
Markante Seitenlinien.

Hyundai befindet sich weiter auf der Erfolgsspur. Im September wurde die 4% Marke im Marktanteil geschafft. „Damit bleiben wir die Importmarke Nr. 2 in Deutschland, wie wir es seit Juni schon sind, „so Markus Schrick, Geschäftsführer Hyundai Motor Deutschland.



Macht einen gute Figur. 

Mit dem  i10  wollen die Koreaner mit dem frischen und innovativen Design punkten. Mit dem i10 ist der Hersteller seit der Einführung 2008 sehr erfolgreich im A-Segment. Knapp 100.000 i10 wurden seitdem verkauft. Zweidrittel der Käufer waren Frauen und Empty Nester. Außerdem konnte Hyundai 68% von anderen Marken begeistern.

Das mag mit darin liegen, das alles in dem Kleinwagen sehr hochwertig verarbeitet wurde, Das hat bereits der Volkswagen Chef Dr. Martin Winterkorn erst wieder bei der IAA auf dem Hyundai Messestand festgestellt. Außerdem könnte der Einstiegspreis von 9.950 Euro ebenfalls ein Argument sein. 


Aufgeräumtes Cockpit. 
 Unter anderem kann es daran liegen, das der i10 mit einer so umfangreiche  Komfort- und Sicherheitsausstattung daherkommt, die sonst nur in höher preisigen Fahrzeugen vorkommt. Die Sitze sind sehr bequem, elektrische Fensterheben für alle vier Fenster, sechs Airbags, Kopfstützen höhenverstellbar und als Schmankerl – allerdings nur als Option: ein beheizbares Lenkrad. Kommt besonders gut bei der weiblichen Kundschaft an, so Schrick.

Weiter bietet der VW up! Konkurrent sehr viel Platz. Viel Beinfreiheit für die Front- und Heckpassagiere. Und für den Einkauf ist auch noch ausreichend Platz. Mit 252 bis zu 1046 Liter Fassungsvermögen passen zehn % mehr als in den up! in den i10.


Hochwertige Innenausstattung. 

Bei den Testfahrten konnten sich DMM/NF schon mal von den hervorragenden Fahreigenschaften des koreanischen Kleinwagens überzeugen. Die Aufhängung und Federung wurden komplett überarbeitet. Und dank des um 5 mm auf 2.385 mm gewachsenen Radstandes ist der flinke Stadtwagen besonders komfortabel. Durch die gute Dämmung und die geringen Reifenabrollgeräusche war unser Kleiner auch sehr leise. Sehr gut gefallen hat auch die Servolenkung, die sehr präzise reagierte.

Der Einstiegsmotor, ein Dreizylinder mit einem Liter Hubraum, der 67PS leistet machte seine Aufgabe recht gut. War allerdings beim anfahren etwas schwach und laut. Einmal auf Touren, aber kam er zügig voran. Bei 155 km/h ist allerdings Schluss. Der Normverbrauch liegt bei 4,7 Litern was einen CO2 Ausstoß von 108 g bedeutet.

Viel Platz bietet der Kofferraum im i10. Fotos: Hyundai




Umweltfreundlich ist auch der 1,2 Liter Vierzylinder. Das Triebwerk mit 1248 cm kommt auf einen Gesamtverbrauch von 4,9 Litern pro 100 km/h. Die Kohlendioxidemission liegt bei 114 Gramm pro km/h. Dafür kommt der 87 PS starke Motor mit einer Höchstgeschwindigkeit von 175 daher, die auch auf der Langstrecke überzeugen können.
Unsere Meinung: Ein kleines Stadtauto, das auch nach Meinung von Hyundai bei kleinen Flotten eine gute Nachfrage haben wird. Insbesondere für Pflegedienste, innerstädtische Kleintransporte oder Pizzaservice bietet der i10 sich an.


Text: Karin Weise 

Tuesday, October 22, 2013

Neuer ŠKODA Rapid Spaceback feiert glänzenden Marktstart in Deutschland

Rapid Spaceback feiert Marktstart. Foto: Skoda


Der neue ŠKODA Rapid Spaceback* trifft bei deutschen Autokäufern ins Schwarze: Das erste Kurzheckmodell der tschechischen Marke für die Kompaktklasse weckte bei seiner Marktpremiere großes Interesse. Mehr als 120.000 Besucher nutzten am vergangenen Samstag bereits die Gelegenheit, den Debütanten und seine Vorteile genauer kennenzulernen. Rund 2.000 von ihnen stiegen gleich zu einer Probefahrt ein – und die allermeisten nur ungerne wieder aus. 

„Nach der Rapid Limousine erweitern wir unser Angebot für das Kompaktsegment nun mit dem Rapid Spaceback um ein besonders attraktives Kurzheckmodell“, erläutert Imelda Labbé, Sprecherin der Geschäftsführung der ŠKODA AUTO Deutschland GmbH. „Der Rapid Spaceback bringt alle Vorteile mit sich, die unsere Kunden von einem echten ŠKODA zu Recht erwarten: Er ist günstig und geräumig, bietet viel Platz, ein tolles Design und überzeugt mit intelligenten Detaillösungen, die seinen praktischen Nutzen im Alltag steigern.“

Mit dem Rapid Spaceback zündet die Marke mit dem geflügelten Pfeil die nächste Stufe einer ehrgeizigen Modelloffensive, die allein in diesem Jahr acht Neuvorstellungen umfasst. Die fünftürige Kurzheckvariante folgt gut ein Jahr nach dem Debüt der Rapid Limousine*, die auf dem deutschen Markt schnell Fuß gefasst hat.

ŠKODA bietet den Rapid Spaceback ab 14.990 Euro an. Als Einstiegsmodell dient der 1,2 TSI 63 kW (86 PS)* in der Ausstattungslinie Active. Hinzu kommen zwei weitere Benziner: der 1,2 TSI mit 77 kW (105 PS)* und manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe sowie der 90 kW (122 PS)* starke 1,4 TSI, der automatisch mit 7-Gang-DSG ausgeliefert wird.

Zugleich stehen für den Rapid Spaceback auch zwei Dieselmotorisierungen zur Wahl. Neu in dieser Baureihe ist der 1,6-Liter-TDI mit 66 kW (90 PS)*, der wahlweise auch mit dem siebengängigen Direktschaltgetriebe DSG kombiniert werden kann. Wie auch die stärkere Leistungsstufe mit 77 kW (105 PS)* setzt dieser Motor auf eine moderne Common-Rail-Direkteinspritzung in Verbindung mit einem Dieselpartikelfilter. Beide Selbstzünder überzeugen in der Green tec-Variante – also inklusive Start-Stopp-Automatik und Bremsenergierückgewinnung – durch einen besonders geringen Durchschnittsverbrauch von 3,9 Liter/100 km. Die CO2-Emissionswerte sanken dabei auf lediglich 104 g/km.

Nochmals sparsamer präsentiert sich die GreenLine-Version des 90–PS-TDI*. Ihr durchschnittlicher Kohlendioxid-Ausstoß liegt sogar bei nur noch 99 g/km. Diese besonders umweltfreundliche Modellvariante ist ab Dezember 2013 erhältlich.

Neben den verbrauchsoptimierten Motorisierungen glänzt der neue Rapid Spaceback auch mit einer cleveren Raumausnutzung. Obwohl 18 Zentimeter kürzer als die Limousine, offeriert das Kurzheck im Inneren ähnlich souveräne Platzverhältnisse. Im Fond stellt die Modellneuheit mit 64 Millimetern Knie- und 980 Millimetern Kopffreiheit neue Klassenbestwerte auf. Auch mit einem Kofferraumvolumen von 415 bis 1.380 Litern zählt der Rapid Spaceback zu den Spitzenreitern in seinem Segment.

Ebenfalls typisch ŠKODA: die zahlreichen ,Simply Clever‘-Lösungen, die den täglichen Umfang mit dem Auto auf intelligente Weise vereinfachen. Hierzu gehören beispielsweise ein variabler Ladeboden, ein Eiskratzer im verschließbaren Tankdeckel oder die vertikal hinter den Rücksitzen versenkbare Hutablage. Und auch Individualisierungswünschen kommt der Rapid Spaceback entgegen: So kann das neue Modell ab Dezember 2013 zum Beispiel mit einem Panoramaglasdach zuzüglich langer Heckscheibe bestellt werden. Sie verleihen dem Kompaktmodell einen noch unverwechselbareren Auftritt sowie ein besonders luftig-helles Ambiente im Innenraum.

Quelle: Skoda

Saturday, October 19, 2013

Opel spendiert seinem Markenflaggschiff eine komplette Modellpflege


Der neue Opel Insignia Country Tourer soll Autofahrer mit einem „sehr aktiven Lebensstil“ ansprechen.


 Der Insignia fährt auch ins Gelände

 Seit seiner Einführung im Herbst 2008 verließen mehr als 600.000 Insignia das Opel-Werk Rüsselsheim. Nun hat Opel sein Markenflaggschiff überarbeitet. Der seit Juni bestellbare Mittelklassewagen kommt als Viertürer, als Fünftürer, als Kombi Sports Tourer und als sportlicher OPC in den Handel. Neu ist zudem ein Offroadkombi namens Country Tourer. Die Preise beginnen bei 24.130 Euro.


Wir durften den neuen Insignia schon mal in der neuen Country-Tourer-Variante genauer unter die Lupe nehmen und rund um Frankfurt probefahren. Fazit: Auch wenn wahrscheinlich kaum jemand mit dem in schickem Offroadlook auftretenden Geschäftskombi wirklich  ins Gelände fahren dürfte, ist das Fahrzeug doch mit seinem Unterfahrschutz vorne und hinten gut ausgerüstet. Zuallererst geht es aber um die Optik: Markante Front-, Seiten- und Radhausverkleidungen sowie die Zwillingsendrohre charakterisieren den Freizeitsportler.

Für Traktion auch auf unbefestigtem Untergrund bietet Opel optional einen elektronisch gesteuerten 4x4-Antrieb mit einer nach dem Haldex-Prinzip arbeitenden Kupplung und elektronischem Sperrdifferenzial an. Er verarbeitet permanent die jeweiligen Fahrbedingungen und passt ihnen die Drehmomentverteilung an. Dies erfolgt stufenlos in einem Bereich von null bis 100 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse sowie zusätzlich zwischen den Hinterrädern.
Bei den Motoren bietet sich die Wahl zwischen den Antriebsalternativen Benzin, Diesel und Autogas. Das Leistungsspektrum reicht dabei von 120 bis 325 PS. Zum Umwelt- und Sparsamkeitschampion wird der neue Insignia 2.0 CDTI mit 120 oder 140 PS. Diese Antriebsvariante stößt mit Vorderradantrieb nur noch 99 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer (Sports Tourer: 104 g/km) aus und wird in die Effizienzklasse A+ eingestuft. Handgeschaltete Vier- und Fünftürer verbrauchen so im Normtest gerade einmal 3,7 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern (Sports Tourer: 3,9 Liter) – ein Bestwerte in der Mittelklasse.

Für unsere Testfahrt wählten wir jedoch den 163 PS starken 2.0-CDTI-Motor mit Sechsgang-Schaltgetriebe. Das Dieselaggregat bringt den Insignia ausgesprochen flott voran und beschleunigt in 10,9 Sekunden von null auf 100 km/h. Sein Drehtmoment erreicht dank des bei Volllast automatisch einsetzenden Overboost in der Spitze 380 Newtonmeter, was für Überholmanöver auch auf kurvigen Landstraßen locker reicht. Im Normtest schluckt der Country Tourer so ausgestattet 5,6 Liter, wir lagen im Fahrtest rund einen Liter darüber. Erwähnenswert sind die Verbesserungen des zuvor schon zu Recht gelobten Fahrwerks, die sich insbesondere in einem weiter reduzierten Geräusch- und Vibrationsniveau bemerkbar machen.

Besonders gut gefiel uns das neu gestaltete, sehr übersichtlich wirkende Cockpit, das eine einfache und intuitive Bedienung erlaubt. Dabei beherbergt die Mittelkonsole als Schaltstelle eine Vielzahl hochmoderner Technologien und Funktionen. Der Fahrer kann per Fingertipp auf dem acht Zoll großen Farbtouchscreen, über Tastendruck am Lenkrad, mittels Spracheingabe oder auch mit dem neuen Touchpad, über das sich sogar handschriftlich Buchstaben eingeben lassen, Kernfunktionen und Untermenüs wie Radiosender, Musiktitel, Smartphone-Verbindungen und 3-D-Navigation steuern. Zudem bietet Opel eine Vielzahl radar- und kamerabasierter Assistenzsysteme an. Das Spektrum reicht hier vom adaptiven Geschwindigkeitsregler mit individuell bestimmbarem Sicherheitsabstand über einen Toter-Winkel-Warner bis zum Kollisionswarner.

Opel Insignia Country Tourer 2.0 CDTI:
Hubraum: 1956 cm, Zylinder: vier (Reihe), Leistung: 120 kW (163 PS) bei 4000 U/min, maximales Drehmoment: 350 (Overboost: 380) Nm bei 1750 – 2500 U/min, Getriebe: Sechsgang, Beschleunigung 0 – 100 km/h: 10,9 s, Höchstgeschwindigkeit: 205 km/h, Kraftstoff: Diesel, Länge/Breite/Höhe: 4920/1856/1526 mm, Kofferraumvolumen: 540 – 1530 l, Verbrauch: 5,6 l/100 km, CO2-Emission: 147 g/km, Abgasnorm: Euro 5, Preis: 36.990 Euro.

Als besonders wirtschaftliche Antriebslösung bietet Opel den Insignia als Autogasvariante 1.4 LPG mit 140 PS und einem maximalen Drehmoment von 200 Newtonmetern bereit. Sie erfüllt wie die Benzinversion die strengen Vorgaben der künftigen Euro-6-Abgasnorm. Zu den niedrigen Kraftstoffverbräuchen des Insignia trägt eine aerodynamisch optimierte Karosserie bei, die den Luftwiderstandsbeiwert senkt. Dazu zählt auch der aktive Aero-Shutter für die Dieselmotorisierungen mit 120, 140 und 163 PS. Dieses Technikmodul schließt automatisch den Kühlergrill, sodass keine Luft einströmen und verwirbeln kann.


Text: Karin Weise
Fotos: Opel

Saturday, October 12, 2013

Der Maserati für den Juniorchef

Sportliche Luxuslimousine. 


Mit dem neuen Ghibli bringt Maserati eine Luxuslimousine auf den Markt, bei der nicht nur der Einstandspreis von über 54.000 Euro sportlich ist. Der kleine Bruder des Quattroporte soll vor allem die Konkurrenz aus München, Ingolstadt und Stuttgart mit ihren Modellen der oberen Mittelklasse im Geschäftswagen-Business etwas ärgern. Der Absatzplan sieht im deutschen Markt für 2014 ein Soll von 6.900 Einheiten vor. 




... macht immer eine gute Figur.


Im Vergleich zum größeren Quattroporte ist der Neuzugang bei Maserati deutlich kompakter. Und er hat einen Diesel unter der Haube. Sein Radstand ist mit 2,99 m 20 cm kürzer, die Gesamtlänge beträgt 4,97 m. Verzichten müssen die Kunden, angepeilt werden Freiberufler so genannter höherer Berufe oder auch Juniorchefs, in der italienischen Businesslimousine aber trotzdem nicht, denn der rassige Italiener bietet vorne wie hinten ordentlich Platz. Auch der Kofferraum fasst hinter einer knappen Klappe konkurrenzfähige 500 Liter. Die Rücksitze können im Verhältnis 60:40 umgelegt werden. Nimmt man Kollegen oder Geschäftspartner mit oder am Wochenende die Familie, ist das kein Problem: Die Rücksitzbank mit umklappbarer Armauflage mit zwei Getränkehaltern und Ablagefach bietet bis zu drei Personen Platz. Die Form der zwei seitlichen Sitze knüpft an die Gestaltung der Vordersitze an. Die Sitzbezüge aus Leder stammen von Poltrona Frau, gehören zum Serienumfang und prägen das Luxusambiente des Innenraums. In wie weit das Gestühl langstreckentauglich (für Vielfahrer) ist, werden wir bei einem Test untersuchen. 



Das ideale Fahrzeug für den Geschäftsmann. 


 Diesel mit Sound. Unter der Motorhaube der im Werk Grugliasco gefertigten Businesslimousine arbeitet ein 275 PS starker V6-Diesel. Der musste sein; denn im Firmenkndengeschäft läuft auch in der automobilen Oberklasse heute gar nichts mehr. Was den Sound der Benzinerbrüder betrifft, muss sich der Selbstzünder nicht verstecken. Möglich macht’s ein Kniff, sprich ein neues „Active Sound System“ mit zwei Soundgeneratoren in der Nähe der Abgasendrohre, die fahrstilorientiert die angenehmen Tonlagen des Motors betonen. Durch die Betätigung einer Sporttaste in der Mittelkonsole wird der Bass noch voluminöser und markanter. In urbanen Regionen aber bitte ausschalten, sonst gibt’s Ärger mit der Polizei.
Das Interieur ist ein Traum. Fotos: Manuel Debus


Und natürlich lässt der von einer Achtgang-Automatik stets im optimalen Drehzahlbereich gehaltene Selbstzünder dann auch seine Muskeln spielen. Zudem passt sich das normalerweise komfortabel abfedernde Fahrwerk auf Anhieb den sportlichen Ambitionen an und ermöglicht feinsten Kurvenspaß. Die Spitzengeschwindigkeit ist übrigens bei 250 km/h abgeregelt – bei einem allerdings rein theoretischen Normverbrauch von 6,3 Litern. Packen wir zwei bis drei Liter drauf, dürfte das der Realität näher kommen.

Mehr Stil, mehr Emotionen. Ebenfalls in der Mittelkonsole findet sich die „Maserati Touch Control“ (MTC), mit der Komfort- und Infotainment-Einstellungen getätigt werden, egal ob es sich um serienmäßige Ausstattungen wie Audioanlage, Klimaautomatik oder Reisecomputer handelt oder um Optionales wie die Sitzheizung oder das Highend-Soundsystem von Bowers & Wilkins. Nun hat der Ghibli sicherlich mehr Stil als die Konkurrenz, weckt mehr Emotionen und hat den sportlicheren Anspruch. Doch was dem Italiener für einen durchschlagenderen Erfolg bei Vielfahrern fehlen dürfte, ist ein Mehr an moderner Technik. Wo BMW und Co. online navigieren und in Echtzeit bei Sozialen Netzwerken angekoppelt sind, fällt das Angebot im Ghibli mit einem doch eher mäßigen Navigationssystem und einem mobilen WLAN-Hotspot ein bisschen dürftig aus.

Manches Sicherheitsfeature fehlt. Auch das Sicherheitspaket reicht über den Klassenstandard nicht hinaus: Neben dem weiterentwickelten „Maserati Stability Programm“ (MSP), zu dem Funktionen wie ABS, Berganfahrhilfe und Notbremsassistent gehören, besitzt der kleine Bruder des Quattroporte ein Airbag-System (Front, Seite vorn, Kopf und Fahrer-Knie) sowie Gurtkraftbegrenzer und -straffer. Serienmäßig ist er außerdem mit Bi-Xenon-Scheinwerfern und LED-Tagfahrlicht ausgestattet. Nach einer Abstandsregelung, der elektronischen Hilfe in Sachen Spurführung oder einer automatischen Notbremse fragt man bei den Italienern aber vergebens. Wer nur zum Genuss fährt, wird sich daran nicht stören. Aber wenn das Fahren zum Geschäft gehört, dürften viele solche Systeme nicht missen wollen.

Spezialversicherung: In Sachen Versicherung müssen sich Maserati-Besitzer an eine Besonderheit gewöhnen: Sie zahlen nicht, wie man es gewohnt ist, nach HP, VK und TK, sondern einen jährigen gleich bleibenden Betrag über € 1.380,00 an die Nationale Suisse. Diese Assekuranz bietet auch anderen Businesskunden spezielle Tarife.


Begehrlichkeiten bei Firmenkunden wecken

Gespräch mit dem neuen Leiter Flotten- und Sonderkunden, Bruno Hilgers




 Wie wollen Sie Ihr Flottengeschäft ausbauen?

Bruno Hilgers: Wir stehen mit Maserati in diesem Bereich erst am Anfang, um die Marke im Flottengeschäft erfolgreich zu etablieren. Es kommt uns derzeit sicher gelegen, dass zahlreiche Unternehmen ihre Markenstrategie verlassen haben und das Automobil wieder mehr als Motivation für Ihre Mitarbeiter sehen. Eine freie Dienstwagenwahl mit Referenzraten dient natürlich einer besseren Mitarbeiter-Motivation als vorgeschriebene „Cluster“. Über unser stetig wachsendes Händlernetz haben wir überdies eine sehr gute Abdeckung und erreichen somit jeden Interessenten. Eine viertürige, sportliche Limousine wie der brandneue Maserati Ghibli erfüllt mit seiner modernsten Technik alle Voraussetzungen, um in diesem Auswahlprozedere erfolgreich gelistet zu werden.

 Bieten Sie auch Full-Service-Leasing an? 

Neben unserem attraktiven Flottenvertrag bieten wir selbstverständlich auch alle Komponenten rund um die Fahrzeugfinanzierung und Bausteine im Bereich „Full Service“ an.

 Wen muss man sich als Maserati Firmenkunden vorstellen? Sind es mehr Konzernchefs, Manager, Freiberufler, oder wer sonst?

Wir sind nicht auf einzelne Nutzergruppen festgelegt, unsere Fahrzeuge – und speziell der Ghibli – erfüllen alle Kriterien, um in allen Geschäfts- und Lebensbereichen Begehrlichkeiten zu wecken.

 Nur wenige Unternehmen fahren mit einem „dicken“ Dienstwagen beim Kunden vor. Wie überzeugen Sie einen Firmenkunden, zu einem Fahrzeug aus ihrem Haus zu greifen? 

Das kommt auf die Definition „dicker Dienstwagen“ an! Wenn ein ordentlich bis gut motorisierter und ausgestatteter Audi A6/A7, 5er oder 6er BMW bzw. die E-Klasse von Mercedes Benz, die dieses Premium Business Segment beherrschen, nicht als „dick“ empfunden werden, bewegen wir uns mit dem neuen Maserati Ghibli sowohl vom Preis als auch von der Größe her exakt in diesem Bereich. Nur eben noch individueller und non-konformistisch.
 Welche Absatzzahlen peilen Sie an? 

Per Ende 2015 möchten wir weltweit ein Gesamtverkaufsvolumen von 50.000 Einheiten erreichen.

 Wie viele ihrer gesamten jährlichen Neuzulassungen werden im deutschsprachigen Raum gewerblich angemeldet?

Derzeit sind es ca. 50 Prozent gewerbliche Zulassungen, durch die Erweiterung unseres Produkt- und Modellportfolios wird es in naher Zukunft weitaus mehr gewerbliche Zulassungen geben.

 Was kann Maserati Gewerbekunden in Sachen Service und Wartung bieten? 
Wir werden unseren Kunden kompetente Servicepartner und marktübliche Bausteine anbieten, wie sie im Wettbewerbsumfeld üblich sind.

Technische Daten und Betriebskosten

Maserati Ghibli
Diesel
Ghibli SQ4 (Allrad)
)Motor
V6
V6
Hubraum cm³
2.987 
2.979
Leistung kW / PS bei min−1
202 / 275 bei 4.000
301 / 410 bei 5.500
Drehmoment Nm bei min−1
570 bei 2.000 – 2.600
550 bei 4.500 – 5.000
L x B (m. Spiegel) x H mm
4.971 x 2.100 x 1.461
4.159 x 1.829 x 1.556
Kofferrauminhalt l
Zuladung kg
500
375
500
375
Beschleunigung 0 – 100 s
6,3
4,8

V.max km/h
250
284
Verbr. NEFZ l/100 km
6,3 D
10,5 S
CO2 g/km
158
246
Netto-Preis € (Basis)
54.605
69.300
Betriebskosten Cent/km
Laufzeit 36 Mon. 40.000 km
60 Mon. 20.000 km

n.n.

n.n.
Versicherung HP TK VK
Genereller Beitrag € 1.380/Jahr
Genereller Beitrag € 1.380/Jahr



Der Ghilbli hat das wahrscheinlich leidenschaftlichste Design in der Businessklasse. Er bietet ein sehr elegantes Ambiente und kann beim Antrieb im Vergleich zum Wettbewerb gut mithalten. Und er bringt mit dem Dreizack im Kühlergrill natürlich jede Menge Status mit. Doch weil der Ghibli bei der Ausstattung Lücken hat und beim Preis wenig Zurückhaltung übt, wird er es nicht einfach haben, in größerem Umfang die Zielgruppe der Businesskunden zu überzeugen. Zumal keiner so recht weiß, wie die Restwertentwicklung sein wird und, auch nicht unwichtig, man in Deutschland mit einem solchen Wagen eher nicht beim Kunden vorfahren sollte. 

Text: Karin Weise
Fotos: Maserati/Debus
 

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