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Thursday, October 31, 2013

TÜV SÜD: Sommerfahrzeuge für die Winterpause gut vorbereiten

Liebhaberfahrzeuge: Pflege vor der Winterpause

Obwohl Cabrios inzwischen eine hohe Wintertauglichkeit bieten, legen viele Besitzer sie vor dem Winter still. Und Oldtimer sollen natürlich kein Salz und andere Widrigkeiten der kalten Jahreszeit abbekommen. Einfach in die Garage stellen? Damit ist es nicht getan. Tipps von den TÜV SÜD-Experten.

Eine paar pflegende Handgriffe stellen sicher, dass das Auto im Frühjahr wieder die gleiche Freude bereitet wie in der vorherigen Saison. Dazu gehört, dass es dann problemlos anspringt und klaglos fährt. Ratschläge der Experten von TÜV SÜD helfen bei der Wintereinlagerung.

Schmieren: Große Bedeutung hat Motoröl während der Winterstandzeit. Wenn es schon längere Zeit im Motor ist, haben sich möglicherweise Säuren und andere aggressive Stoffe gebildet, die während des Stillstands die Oberflächen im Triebwerk angreifen können. Auch wenn das Wechselintervall längst nicht erreicht ist, lohnt sich die Investition eines Ölwechsels. Wichtig ist allerdings die Wahl des richtigen Schmierstoffs. Für sehr alte Autos kommt ein Konservierungsöl in Frage, das vor der ersten Ausfahrt im Frühjahr allerdings wieder gewechselt werden muss. Für moderne Fahrzeuge ist das wiederum Gift. „Solche Öle schützen vor Korrosion, schmieren aber nicht gut“, sagt Eberhard Lang von TÜV SÜD.
„Und in modernen Motoren bleibt auch beim Ölwechsel immer eine Restmenge übrig, beispielsweise im Ölkühler oder an den Nockenwellen. Das verdünnt dann das eigentliche Motoröl.“ Ein aktuelles Cabrio muss daher mit dem vom Hersteller vorgeschriebenen Öl befüllt werden. Wenn möglich, sollten auch die Ölstände in Getriebe und Achsantrieb auf den korrekten Stand geprüft und mit dem richtigen Schmierstoff aufgefüllt werden. Das stellt sicher, dass alle Zahnräder und Lager auch während des Stillstands versorgt sind.

Waschen. Eine gründliche Wäsche beugt Rost und Startproblemen vor. Shampoo mit Waschkonservierer oder Waschanlagenprogramme mit Wachszusatz schützen das Auto, denn das Waschwasser transportiert die Mittel auch in Fugen und andere unzugängliche Karosserieteile. Sehr wichtig ist die Reinigung des Unterbodens. Das gilt vor allem für Oldtimer, bei denen sich dort meist Öl oder Fett ansammelt. Eine Motorwäsche lässt nicht nur das Triebwerk erstrahlen, sondern sorgt für einen problemlosen Start nach der Winterpause. „Vorsicht ist aber bei der Hochdruckwäsche nötig. Ein Mindestabstand von 50 Zentimeter zu Teilen wie dem Generator oder anderen elektrischen Bauteilen muss unbedingt eingehalten werden“, sagt der Experte von TÜV SÜD. Gleiches gelte auch für Reifen. „An denen kann der harte Wasserstrahl sonst bleibende, aber kaum sichtbare Schäden verursachen“, erklärt Eberhard Lang.

Putzen: Schmutz sieht nicht nur unschön aus. Er zieht Feuchtigkeit an und fördert damit die Korrosion. Gründliches Aussaugen des Innenraums beugt dem und schlechtem Geruch vor. Steht das Auto unter Dach, können die Fenster zur ständigen Belüftung einen Spalt offen bleiben. Herausnehmbare Fußmatten lagern am besten außerhalb des Autos, damit sich in und unter ihnen keine Feuchtigkeit bilden kann. Wertvolle Ledersitze nicht abdecken! Besser ist, sie mit speziellen Pflegemitteln zu behandeln.

Schließen: Besondere Aufmerksamkeit braucht ein Cabrioverdeck. Für die Pflege gibt es spezielle Reiniger und Konservierungsmittel. Bei den Dichtungen muss wieder zwischen Oldtimern und modernen Cabrios unterschieden werden. Alte Schätzchen mögen Talkum für ihre Gummimaterialien. Neuere Synthetik-Dichtungen brauchen keine speziellen Substanzen mehr. Sind sie verschmutzt, genügt Seifenwasser zur Reinigung. Ein Stoffverdeck darf während des Winterschlafs nicht über längere Zeit geöffnet sein. Dies kann nämlich bleibende Falten erzeugen. Auch besteht die Gefahr, dass die Stoffhülle schrumpft und sich das Verdeck danach nicht mehr richtig schließen lässt. Einfahrbare Dächer („Retractable Hardtops“) benötigen keine besonderen Maßnahmen. Zu beachten ist nur, dass sie sich nur bei gut geladener Batterie und oft auch nur laufendem Motor bewegen lassen. Also nicht erschrecken, wenn das Dach sich nicht gleich nach dem ersten kurzen Anlassen bewegt!

Pumpen: Reifen bekommt ein erhöhter Fülldruck gut. 2,5 bis drei Bar dürfen vor dem Abstellen drin sein. Anlässlich des Auffüllens an der Tankstelle auch gleich volltanken! Ist viel Luft in Kraftstoffbehältern, kann sich während der Winterpause Kondenswasser bilden. Ein voller Tank dagegen beugt Korrosion im Kraftstoffsystem und Startschwierigkeiten vor. Das ist besonders bei Dieselfahrzeugen wichtig.

Auffüllen: Die Scheibenwaschanlage nicht vergessen! Für die Fahrten im Sommer war kein Frostschutz notwendig. Doch jetzt sorgt er dafür, dass Behälter, Leitungen und Pumpen nicht einfrieren und platzen. Nach dem Einfüllen die Pumpe ein paar Mal laufen lassen, so dass der Gefrierschutz bis in die Düsen gelangt! Die Scheibenwischer selbst kommen abgeklappt ohne Verformung oder Festkleben der Gummilippen besser über den Winter. Bei modernen Fahrzeugen ist zum Abheben manchmal die Serviceposition der Wischer nötig. Die Betriebsanleitung sagt, wie das geht.

Laden: In Oldtimern kann die Batterie abgeklemmt werden. Bei modernen Autos empfiehlt sich das nicht, weil die Elektronik sich sonst im Frühjahr erst neu initialisieren müsste. In beiden Fällen sollte der Stromspender an einem Batterieladegerät mit Erhaltungsfunktion hängen. Der Energieverbrauch ist dabei im Gegensatz zu älteren Ladern sehr gering. Ist der dauerhafte Anschluss nicht möglich, sollte die Batterie mindestens einmal pro Monat nachgeladen werden. Was viele nicht wissen: „Eine leere Autobatterie kann sehr schnell einfrieren. Außerdem nimmt sie bei vollständiger Entladung Schaden, der später auch durch Anschluss an ein Ladegerät nicht mehr gutzumachen ist“, erläutert Eberhard Lang.

Bewegen: Keinem Auto tut es gut, immer an der gleichen Stelle zu stehen. Hin und wieder eine Viertel oder halbe Radumdrehung bewegt, können keine Standplatten entstehen, die sonst bei der ersten Ausfahrt eine starke Unwucht erzeugen. Ein Kreidestrich am Reifen erleichtert die Bewegung und sorgt dafür, dass danach nicht wieder die gleiche Position erreicht ist. Auch verteilen sich beim Hin- und Herschieben Öl im Achsantrieb oder Fett in Antriebswellen und bauen einen schützenden Schmierfilm auf. Der Motor von jungen Fahrzeugen darf sogar hin und wieder ein paar Minuten laufen, um die Klimaanlage zu schmieren. Dabei aber sicherstellen, dass die Anlage wirklich eingeschaltet ist – und das Garagentor geöffnet! „Ohne eine solche Maßnahme kann ein Teil des Kältemittels durch ausgetrocknete Dichtungen entweichen und die Kühlwirkung ist in der nächsten Saison verschwunden“, so Lang.

Abstellen: Am wohlsten fühlt sich das Sommerauto in einer trockenen und gut belüfteten Garage. Ist dies nicht möglich, hilft ein Überzug aus einem reißfesten Material. Den gilt es gut zu befestigen, damit die Herbst- und Winterstürme dem Schutz nichts anhaben können. Auf der Straße dürfen aber nur angemeldete Fahrzeuge stehen und das Nummernschild muss sichtbar sein. Das praktische Saisonkennzeichen ist in diesem Fall leider nicht ausreichend.

Quelle: TÜV SÜD/kw

Wednesday, October 30, 2013

ESSEN MOTOR SHOW öffnet vom 30. November bis 8. Dezember




Anschnallen, Gang rein, Gas geben: Deutschlands besucherstärkste jährliche Automobilmesse geht in die nächste Runde. Vom 30. November bis 8. Dezember läuft in der Messe Essen die 46. ESSEN MOTOR SHOW, Treffpunkt für über 340.000 erwartete Automobil-Enthusiasten. Die Fans und Freunde sportlicher Autos sehen das Angebot von mehr als 500 Ausstellern aus den Bereichen Tuning, Motorsport, sportliche Serienautomobile und Classic Cars. Von dezent veredelten Serienfahrzeugen über Sport- und Rennwagen bis zu völlig abgefahrenen Vehikeln zeigt die ESSEN MOTOR SHOW alles, was das Auto-Herz begehrt. Ideeller Partner der Messe ist erneut der ADAC.

Zahlreiche Hersteller nutzen die ESSEN MOTOR SHOW auch 2013 als Schaubühne: Opel, Skoda, Mercedes, Citroen Motorsport und Renault Motorsport gehören zu den Vorreitern der Industrie. Die Hersteller Kia und Ford sind über Händler vertreten. Zahlreiche internationale Top-Tuning-Unternehmen zeigen ihr handwerkliches Können – von Zubehörteilen und Fahrzeug-Komponenten bis hin zu aufwändig gestylten Komplett-Fahrzeugen. Abgerundet wird das Aussteller-Angebot unter anderem durch Motorräder, Oldtimer, Kfz-Ausstattung und Werkzeuge. So vielfältig das Messe-Portfolio ist, so deutlich ist der gemeinsame Nenner: Sportlichkeit steht im Vordergrund.

Exklusive Sonderschau zu 30 Jahren DTM – Titel, Tränen und Triumphe

Eine eigene Sonderschau widmet die ESSEN MOTOR SHOW der internationalen Tourenwagenserie DTM. 1984 gegründet, startete die Rennserie 2013 in ihr 30. Jahr. Zum Jubiläum zeigt die ESSEN MOTOR SHOW legendäre Siegerfahrzeuge aus den vergangenen drei Jahrzehnten. Mit dabei ist zum Beispiel der Ford Sierra Cosworth, in dem sich Klaus Ludwig 1988 den Titel sicherte. Neben der exklusiven Sonderschau blicken Aussteller und Besucher zurück auf die aktuelle DTM-Saison 2013: In Halle 3 der Messe Essen sorgen der Audi RS 5 DTM, der BMW M3 DTM und das DTM Mercedes AMG C-Coupé sowie einige der dazugehörigen Fahrer auf knapp 1.000 Quadratmetern für echte Rennsport-Atmosphäre.

Sonderschau „tuningXperience“ vereint Leistungsschau und PS-Plausch

Die Herzen echter Tuning-Fans schlagen höher bei der Sonderschau „tuningXperience“. Die Ausstellung wartet mit rund 100 leicht modifizierten Daily Drivern, performance-orientierten Renn- und Driftboliden sowie High-End- Showcars auf. Aktuelle Modelle wie VW Golf VII oder Audi A8 stehen neben den US-Cars Shelby Mustang und Chevrolet Camaro. Außerdem zeigen Aussteller, was sich aus asiatischen Importfahrzeugen wie Nissan Skyline und Mitsubishi Eclipse rausholen lässt. Die Fahrzeugbesitzer stehen für „Benzingespräche“ bereit.

Der HELLA Show & Shine Award prämiert die schönsten und besten Tuning- Fahrzeuge. Unter dem Motto „Zeig Dein Auto im besten Licht!“ rücken zehn Finalisten ihre Fahrzeuge in die Scheinwerferkegel. Die teilnehmenden Fahrzeuge erfüllen sogar sämtliche Voraussetzungen, um für den Straßenverkehr des jeweiligen Landes zugelassen zu werden. Mit dabei sind zum Beispiel ein veredelter Audi A7 Sportback, ein Opel Kadett C Coupé oder ein Seat Leon Cupra R.

Drift-Action in DMAX Motorsportarena

Ein weiterer Höhepunkt der ESSEN MOTOR SHOW 2013: das Finale des Gymkhana Drift Cup 2013. Der europaweit einmalige Drift-Wettbewerb fordert den Fahrern ein Höchstmaß an Fahrzeugkontrolle ab – und bringt das Publikum mit spektakulären Stunts zum Staunen. Schauplatz des Kräftemessens der europäischen Drift-Elite ist die DMAX Motorsportarena in Halle 7. Dort starten in diesem Jahr zum ersten Mal auch die Fahrer der internationalen Drift-Serien „Drift Allstars“ und „King of Europe“. Für Action auf zwei Rädern sorgt Motorrad-Stuntfahrer Chris Rid.

Nostalgie trifft Innovation trifft Rock ‘n‘ Roll
Unter dem Motto „It’s Showtime: Supercars“ zeigt die ESSEN MOTOR SHOW superschnelle und extrem seltene Sportwagen. Eine Jubilee Preview wirft einen Blick auf den kommenden Geburtstag einer italienischen Kultmarke: „100 Jahre Maserati – La Tradizione Italiana Sportiva 1914 - 2014“. Wenn es um die Haute Couture des Automobilbaus geht, stehen Concept Cars, Studien und Prototypen auf dem Laufsteg. Renommierte Konstruktionsbüros wie Rinspeed oder Sbarro zeigen die neuesten Modelle aus ihren Innovationsschmieden und liefern Ideen für die Zukunft.

Um Lifestyle und Rock ‘n‘ Roll geht es bei den Hot Rods, diesmal unter dem Motto „get low and go slow“. Die Rahmen sogenannter Lowrider sind so verändert, dass ihre Karosserie dem Asphalt möglichst nah kommt. Dabei hilft eine ausgetüftelte Hydraulik. Natürlich dürfen sich Auto-Fans neben den Hot Rods auch in diesem Jahr auf einige Kuriositäten freuen. So fährt zum Beispiel das legendäre Kult-Auto VW Käfer als einmaliges Kunstwerk vor – komplett im Holz-Look gefertigt.

Motorsport-Gipfeltreffen holt über 200 Motorsport-Entscheider nach Essen

Einen Tag vor dem offiziellen Start begrüßt die ESSEN MOTOR SHOW über 200 Entscheider aus dem Motorsport-Business zum 2. SPONSORs Motorsport Summit. Das Vortragsprogramm steht 2013 im Zeichen der Hersteller, Schwerpunkt ist das Thema „Wirtschaftlichkeit im Motorsport“. Die Veranstaltung unterstreicht den gewachsenen Stellenwert der ESSEN MOTOR SHOW auch in der Fachwelt.

Weitere Informationen auf www.essen-motorshow.de und auf Facebook unter www.facebook.de/essenmotorshow.

Quelle: Essen Motorshow

Thursday, October 17, 2013

Mercedes-Benz Classic mit zwei historischen Tourenwagen bei der Westfalen Trophy

Flugplatzrennen Wunstorf, 9. Juni 1991. Klaus Ludwig (Startnummer 8) belegt mit einem AMG Mercedes-Benz Rennsport-Tourenwagen 190 E 2.5-16 Evolution II (W 201) den dritten Platz im Gesamtergebnis. Foto: Mercedes-Benz



Bei der 9. ADAC Westfalen Trophy auf dem Nürburgring vom 18. bis 20. Oktober feiert der zweite Werksrennwagen von Mercedes-Benz Classic im historischen Motorsport Premiere. Die Stuttgarter Marke schickt erstmals ihren Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution II (W 201) bei der „Youngtimer Trophy“ auf die Rundstrecke, am Steuer Roland Asch. 
Ebenfalls am Start in der Eifel ist der Mercedes-Benz 220 SE (W 111), der seit 2011 am Dunlop FHR Langstreckencup der Fahrergemeinschaft Historischer Rennsport e. V. (FHR) teilnimmt. Der liebevoll „Rennflosse“ genannte Wagen wird bei der ADAC Westfalen Trophy von Ellen Lohr und Amanda Stretton gefahren. Beide Rennwagen erinnern an glänzende Erfolge von Mercedes-Benz im Tourenwagensport der 1980er- und 1990er-Jahre (W 201) sowie der 1960er-Jahre (W 111).


Ein Leitstern der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft DTM kehrt bei der diesjährigen Westfalen Trophy auf die Rundstrecke zurück: Der Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution II, den Mercedes-Benz Classic nun als zweites Fahrzeug im historischen Motorsport einsetzt. Höhepunkte seiner Ära, die von 1990 bis 1993 dauert, feiert der Tourenwagen beim Dreifachsieg in der Gesamtwertung im Jahr 1992 (Klaus Ludwig wird Meister vor seinen Teamkollegen Kurt Thiim und Bernd Schneider) sowie beim Vizetitel von Roland Asch in der Saison 1993. Mercedes-Benz Classic hat das Fahrzeug eigens für den Einsatz im historischen Motorsport aufgebaut.

Der Tourenwagen, kurz „Evo II“ genannt, entsteht als zweite Entwicklungsstufe eines DTM-Fahrzeugs auf Basis der Baureihe 201. Für die Saison 1989 entwickeln die Ingenieure zunächst den Typ 190 2.5-16 Evolution aus dem Serien-Personenwagen 190 2.3-16. Angetrieben wird das Wettbewerbsfahrzeug vom 245 kW (333 PS) starken Vierzylindermotor M 102 mit 2.490 Kubikzentimeter Hubraum. Im „Evo II“ kommt der weiterentwickelte Motor dann auf eine Leistung von 274 kW (373 PS). Von beiden „Evolution“-Varianten entstehen aus Homologationsgründen Kleinserien von jeweils 502 Stück.

Mit der Entscheidung, eines dieser Fahrzeuge künftig als Werkswagen im historischen Motorsport einzusetzen, führt Mercedes-Benz Classic das starke Engagement für die Pflege einer lebendigen Rennsport-Tradition fort. „Mit unserer Teilnahme an der Youngtimer Trophy bauen wir die Unterstützung von Veranstaltungen des historischen Motorsports weiter aus“, sagt dazu Michael Bock, Leiter von Mercedes-Benz Classic. „Begonnen haben wir im Jahr 2011 mit unserem 220 SE, der nach authentischen Maßgaben für den Einsatz im Dunlop FHR Langstreckencup aufgebaut wurde. Der „Evo II“ schreibt diese Erfolgsgeschichte als jüngeres und gleichfalls faszinierendes Fahrzeug fort.“
Die 220 SE (W 111) „Rennflosse“ entspricht den Regelungen von Anhang K des internationalen Sportgesetzes der FIA (Féderation Internationale de l’Automobile). Eingesetzt wird das Fahrzeug insbesondere beim Dunlop FHR Langstreckencup – der weltweit größten historischen Langstrecken-Rennserie nach Anhang K.

Die 9. ADAC Westfalen Trophy auf dem Nürburgring vom 18. bis 20. Oktober 2013 ist der perfekte Rahmen für den Auftritt der beiden Mercedes-Benz Werksfahrzeuge: Hier hat 2011 die neu aufgebaute „Heckflosse“ ihren ersten Einsatz im Rennen um den FHR Langstrecken-Pokal, wo der graue Tourenwagen mit den markanten Peilstegen am Heck auf Anhieb einen Klassensieg holt. Außerdem ist der Nürburgring bereits 1990 Schauplatz des ersten Wettbewerbseinsatzes eines 190 E 2.5-16 Evolution II.

Das dreitägige Programm der Westfalen Trophy ist reich an motorsportlichen Höhepunkten. Insgesamt werden in 11 Rennserien über 500 Fahrzeuge an den Start gehen. Besonders spannend ist das Motorsportfestival in der Eifel, weil die Westfalen Trophy für mehrere Serien den Saisonabschluss darstellt – so auch für den Dunlop FHR Langstreckencup, wo die Fahrer sich im 2-Stunden-Rennen messen.

Westfalen Trophy 2013: Die Fahrzeuge von Mercedes-Benz Classic
Mercedes-Benz 220 SE (W 111) „Rennflosse“
Authentisch für die 1960er-Jahre ist die große technische Nähe dieses Wettbewerbsfahrzeugs zum Serienmodell. Zu den üblichen Modifikationen gehören die Versteifung von Fahrwerkelementen und Karosserieteilen, eine Vergrößerung des Treibstofftanks und die Optimierung der Motorcharakteristik.

Technische Daten
Produktionszeitraum: 1959 bis 1965
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.195 Kubikzentimeter
Leistung: 88 kW (120 PS) bei 4.800/min
Höchstgeschwindigkeit: rund 170 km/h
Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution II (W 201)
Im August 1989 beginnen die Arbeiten an dieser zweiten Entwicklungsstufe, wiederum als Basis für einen DTM-Rennwagen. Unter anderem wird der Motor überarbeitet, und das beeindruckende Flügelwerk des „Evo II“ führt zu einer deutlichen Verringerung der Auftriebswerte. Sein Renn-Debüt hat der Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution II am 16. Juni 1990 auf der Nordschleife des Nürburgrings.
Technische Daten
Produktionszeitraum: 1990
Zylinder: 4/Reihe
Hubraum: 2.490 Kubikzentimeter
Leistung: 173 kW (235 PS) bei 7.200/min
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (mit Katalysator)
Westfalen Trophy 2013: Fahrerporträts
Roland Asch

Geboren am 12. Oktober 1950 in Altingen.
Der gelernte Kfz-Meister Roland Asch beginnt seine Rennsportkarriere zunächst als Hobby, feiert aber Erfolge wie ein Profi: Nach dem Titel des Deutschen Bergmeisters 1981 und der Deutschen Rennsport-Trophäe 1983 folgt 1985 sein Debüt in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). Dort wird er mit dem Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 des BMK-Teams 1988 Vizemeister. Dreimal gewinnt er Ende der 1980er-Jahre die Gesamtwertung des Porsche 944 Turbo Cups und holt 1991 den Meistertitel des Porsche Carrera Cups. Für Mercedes-Benz fährt er Anfang der 1990er-Jahre insgesamt fünf Siege und diverse gute Platzierungen ein. 1993 wird er zum zweiten Mal Vizemeister der DTM und wechselt 1995 zu Ford in den Super Tourenwagen Cup. Als Markenbotschafter ist Roland Asch der Marke Mercedes-Benz bis heute eng verbunden.
Ellen Lohr
Geboren am 12. April 1965 in Mönchengladbach.
Zum Motorsport kommt Ellen Lohr über den Kartsport, den sie von 1979 bis 1983 betreibt. Ihre größten Erfolge sind die Teilnahme bei der Kart-Junioren-Weltmeisterschaft sowie ein 1. Platz in der Nordwestdeutschen Kart-Landesmeisterschaft. Nach Rennen in der Deutschen Formel Ford 1600 (Deutsche Meisterin 1987), ersten Renneinsätzen in der DTM (BMW) und der Deutschen Formel-3-Meisterschaft mit VW 1989/90, verpflichtet sie das AMG-Mercedes Team für die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft. Seit 1990 erzielt sie mehrere gute Platzierungen sowie einen Sieg 1992 in Hockenheim. Zur Saison 1995 wechselt sie zum Mercedes-Zakspeed Team und fährt 1996 im AMG-Mercedes Team Persson MS. 1997 startet sie in der Truck-Racing-Europameisterschaft auf Mercedes-Benz. Seit 2004 nimmt die Rennfahrerin an Rallyes teil.

Quelle: Mercedes-Benz

Tuesday, October 15, 2013

Die Kunst der Kante in der Kompaktklasse

Volvo 440 mit Ecken und Kanten. Foto: Volvo



 Elegantes skandinavisches Design und innovative Techniken: Damit ist der Volvo V40 seit genau einem Jahr erfolgreicher Trendsetter in der kompakten Premium-Klasse und belegt in der deutschen Volvo Zulassungsstatistik Rang 2. Begonnen hat die schwedische Erfolgsgeschichte in dem anspruchsvollen Segment aber bereits vor 25 Jahren mit dem Volvo 440. Als erstes Volvo Modell mit Frontantrieb und sportivem Fahrwerk vermittelte der fünftürige Volvo 440 eine so noch nicht gekannte Fahrdynamik.
Sparsame und leistungsstarke Turbo-Motoren sowie eine Vielzahl neuartiger Sicherheitstechniken waren seinerzeit weitere Attribute des „Bodyguard“, wie der Volvo 440 zunächst in der Werbung, bald aber auch im allgemeinen Sprachgebrauch genannt wurde. Anders als bei allen anderen war auch das Design. Scharfe Kanten und Konturen sowie eine kecke Kombination aus Schräg- und Stufenheck machten den Volvo 440 begehrenswert.

Tatsächlich war die Volvo 400er Serie nicht nur evolutionär, sondern so revolutionär wie bis dahin keine andere Modellreihe der schwedischen Traditionsmarke. „Lieben Sie Überraschungen?“, fragte Volvo deshalb in einer Werbekampagne zur Vorstellung des ersten Volvo mit Quermotor und Vorderradantrieb. Vorreiter haben es selten leicht. Dennoch war der neue Volvo 440 nicht nur auf den internationalen Motorshows ein gefeierter Premierenstar, sondern auch in den Schauräumen der Volvo Partner, die wirklich überraschend viele Kunden anderer Premium-Marken begrüßen konnten. Das klare nordische Design, das moderne Antriebslayout und sparsame Benziner mit anfänglich 70 kW (95 PS) bis hin zu 88 kW (120 PS) Leistung machten den außergewöhnlich leichtgewichtigen und nur 4,31 Meter langen Volvo 440 sofort zur schnellen und stilsicheren Alternative im anspruchsvollen Kompaktsegment.

Sportiver Fünftürer als familienfreundlicher „Bodyguard“
Mit seinem drehfreudigen 1,7-Liter-Vierzylinder bot der Volvo 440 Turbo sogar mehr Temperament als alle vergleichbaren Sechszylinder des Wettbewerbs. Nachdrücklicher noch als das erste Mitglied der Volvo 400er Familie, der 1985 vorgestellte extravagante Shootingbrake Volvo 480 ES, bewies der fünftürige Volvo 440, dass zwischen sportlichen Fahreigenschaften und Familienfreundlichkeit kein Widerspruch bestehen muss. Bis zu 1.027 Liter Volumen bot das variable Gepäckabteil unter der großen Heckklappe mit markanter Stufe – ein Raumangebot, das Maßstäbe setzte und in dieser Klasse sonst fast nur von Kombis erreicht wurde. Nicht einmal die 1989 vorgestellte dritte Karosserievariante der Volvo 400 Serie, die klassische Stufenhecklimousine Volvo 460, konnte bei umgeklappten Rücksitzen mehr Platz bieten.

Der Volvo 440 wäre allerdings kein Volvo gewesen, wenn er nicht auch im Bereich Sicherheit wegweisend gewesen wäre. Der bereits äußerst stabile Sicherheitskäfig des schwedischen Herstellers wurde deshalb um einen integrierten Überrollbügel und Verstärkungen in den Türen als Seitenaufprallschutz ergänzt. ABS, Airbag, die automatische Sicherheitsgurt-Höheneinstellung und innovative Gurtstraffer wurden mit dem ersten Facelift zum Serienstandard, der Volvo 440 damit zum echten Trendsetter und ersten Auto mit dem Beinamen „Bodyguard“.

Ein Langstreckenläufer mit Nachhaltigkeit im Lastenheft

Der Volvo 440 hielt aber noch weitere gelungene Überraschungen bereit. Dazu zählte der damals sensationell niedrige Wartungsaufwand von nur zehn Servicestunden für die ersten 100.000 Kilometer. Sogar gänzlich wartungsfrei auf den ersten 80.000 Kilometern waren Ventile, Einspritzanlage und Zahnriemen. Ebenso günstige Unterhaltskosten, zu denen auch die außergewöhnlich lange Lebenserwartung aller Bauteile des kompakten Volvo Modells mit verzinkten Stahlblechen beitrug. Bestätigt wurde dies von allen technischen Prüforganisationen. Ein schönes Kompliment in einer Zeit, als nicht wenige Kompakte in Pannen- und Mängelstatistiken unangenehm auffielen.

Noch mehr sparen ließ sich ab 1993 außerdem beim Tanken. Ein drehmomentstarker, 66 kW (90 PS) leistender 1,9-Liter-Turbodiesel begnügte sich bei konstant 90 km/h mit einem damals beispielhaft niedrigen Normverbrauch von nur 4,2 Litern auf 100 Kilometer. Aber auch alle Benzinmotoren waren nicht nur kräftig, sondern von Anfang an auch knausrig. Schließlich wurden Effizienz und Nachhaltigkeit schon bei der Entwicklung der im niederländischen Born gebauten schwedischen Kompaktklasse groß geschrieben. So gehörte zum Leichtbau-Programm der leer nur rund 1.000 Kilogramm wiegenden Volvo 400er Serie die weltweit erste Motorhaube aus stahlhartem, aber leichtem Fiberglas in Bienenwabenstruktur. Innovativ war auch der Verzicht auf Asbest, Schwermetalle und Quecksilber bei der Produktion. Der geregelte Drei-Wege-Katalysator war Standard, nicht fehlen durften neue Details wie eine grell leuchtende Lampe, die vor fehlerhafter Abgasreinigung warnte.

Als im November 1996 die Produktionsbänder der Volvo 400 Serie stoppten, waren rund 690.000 Einheiten der kantigen Kompakten verkauft worden. Der legendäre Bodyguard war alles, nur nicht gewöhnlich. Ganz so wie sein aktueller Nachfolger, der neue Volvo V40. Das kompakte Schrägheck-Modell, das als erstes Fahrzeug serienmäßig über einen Fußgänger-Airbag verfügt, ist in Deutschland bereits der zweitbestverkaufte Volvo, hinter dem Bestseller Volvo XC60.

Quelle: Volvo






 

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