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Thursday, October 31, 2013

TÜV SÜD: Sommerfahrzeuge für die Winterpause gut vorbereiten

Liebhaberfahrzeuge: Pflege vor der Winterpause

Obwohl Cabrios inzwischen eine hohe Wintertauglichkeit bieten, legen viele Besitzer sie vor dem Winter still. Und Oldtimer sollen natürlich kein Salz und andere Widrigkeiten der kalten Jahreszeit abbekommen. Einfach in die Garage stellen? Damit ist es nicht getan. Tipps von den TÜV SÜD-Experten.

Eine paar pflegende Handgriffe stellen sicher, dass das Auto im Frühjahr wieder die gleiche Freude bereitet wie in der vorherigen Saison. Dazu gehört, dass es dann problemlos anspringt und klaglos fährt. Ratschläge der Experten von TÜV SÜD helfen bei der Wintereinlagerung.

Schmieren: Große Bedeutung hat Motoröl während der Winterstandzeit. Wenn es schon längere Zeit im Motor ist, haben sich möglicherweise Säuren und andere aggressive Stoffe gebildet, die während des Stillstands die Oberflächen im Triebwerk angreifen können. Auch wenn das Wechselintervall längst nicht erreicht ist, lohnt sich die Investition eines Ölwechsels. Wichtig ist allerdings die Wahl des richtigen Schmierstoffs. Für sehr alte Autos kommt ein Konservierungsöl in Frage, das vor der ersten Ausfahrt im Frühjahr allerdings wieder gewechselt werden muss. Für moderne Fahrzeuge ist das wiederum Gift. „Solche Öle schützen vor Korrosion, schmieren aber nicht gut“, sagt Eberhard Lang von TÜV SÜD.
„Und in modernen Motoren bleibt auch beim Ölwechsel immer eine Restmenge übrig, beispielsweise im Ölkühler oder an den Nockenwellen. Das verdünnt dann das eigentliche Motoröl.“ Ein aktuelles Cabrio muss daher mit dem vom Hersteller vorgeschriebenen Öl befüllt werden. Wenn möglich, sollten auch die Ölstände in Getriebe und Achsantrieb auf den korrekten Stand geprüft und mit dem richtigen Schmierstoff aufgefüllt werden. Das stellt sicher, dass alle Zahnräder und Lager auch während des Stillstands versorgt sind.

Waschen. Eine gründliche Wäsche beugt Rost und Startproblemen vor. Shampoo mit Waschkonservierer oder Waschanlagenprogramme mit Wachszusatz schützen das Auto, denn das Waschwasser transportiert die Mittel auch in Fugen und andere unzugängliche Karosserieteile. Sehr wichtig ist die Reinigung des Unterbodens. Das gilt vor allem für Oldtimer, bei denen sich dort meist Öl oder Fett ansammelt. Eine Motorwäsche lässt nicht nur das Triebwerk erstrahlen, sondern sorgt für einen problemlosen Start nach der Winterpause. „Vorsicht ist aber bei der Hochdruckwäsche nötig. Ein Mindestabstand von 50 Zentimeter zu Teilen wie dem Generator oder anderen elektrischen Bauteilen muss unbedingt eingehalten werden“, sagt der Experte von TÜV SÜD. Gleiches gelte auch für Reifen. „An denen kann der harte Wasserstrahl sonst bleibende, aber kaum sichtbare Schäden verursachen“, erklärt Eberhard Lang.

Putzen: Schmutz sieht nicht nur unschön aus. Er zieht Feuchtigkeit an und fördert damit die Korrosion. Gründliches Aussaugen des Innenraums beugt dem und schlechtem Geruch vor. Steht das Auto unter Dach, können die Fenster zur ständigen Belüftung einen Spalt offen bleiben. Herausnehmbare Fußmatten lagern am besten außerhalb des Autos, damit sich in und unter ihnen keine Feuchtigkeit bilden kann. Wertvolle Ledersitze nicht abdecken! Besser ist, sie mit speziellen Pflegemitteln zu behandeln.

Schließen: Besondere Aufmerksamkeit braucht ein Cabrioverdeck. Für die Pflege gibt es spezielle Reiniger und Konservierungsmittel. Bei den Dichtungen muss wieder zwischen Oldtimern und modernen Cabrios unterschieden werden. Alte Schätzchen mögen Talkum für ihre Gummimaterialien. Neuere Synthetik-Dichtungen brauchen keine speziellen Substanzen mehr. Sind sie verschmutzt, genügt Seifenwasser zur Reinigung. Ein Stoffverdeck darf während des Winterschlafs nicht über längere Zeit geöffnet sein. Dies kann nämlich bleibende Falten erzeugen. Auch besteht die Gefahr, dass die Stoffhülle schrumpft und sich das Verdeck danach nicht mehr richtig schließen lässt. Einfahrbare Dächer („Retractable Hardtops“) benötigen keine besonderen Maßnahmen. Zu beachten ist nur, dass sie sich nur bei gut geladener Batterie und oft auch nur laufendem Motor bewegen lassen. Also nicht erschrecken, wenn das Dach sich nicht gleich nach dem ersten kurzen Anlassen bewegt!

Pumpen: Reifen bekommt ein erhöhter Fülldruck gut. 2,5 bis drei Bar dürfen vor dem Abstellen drin sein. Anlässlich des Auffüllens an der Tankstelle auch gleich volltanken! Ist viel Luft in Kraftstoffbehältern, kann sich während der Winterpause Kondenswasser bilden. Ein voller Tank dagegen beugt Korrosion im Kraftstoffsystem und Startschwierigkeiten vor. Das ist besonders bei Dieselfahrzeugen wichtig.

Auffüllen: Die Scheibenwaschanlage nicht vergessen! Für die Fahrten im Sommer war kein Frostschutz notwendig. Doch jetzt sorgt er dafür, dass Behälter, Leitungen und Pumpen nicht einfrieren und platzen. Nach dem Einfüllen die Pumpe ein paar Mal laufen lassen, so dass der Gefrierschutz bis in die Düsen gelangt! Die Scheibenwischer selbst kommen abgeklappt ohne Verformung oder Festkleben der Gummilippen besser über den Winter. Bei modernen Fahrzeugen ist zum Abheben manchmal die Serviceposition der Wischer nötig. Die Betriebsanleitung sagt, wie das geht.

Laden: In Oldtimern kann die Batterie abgeklemmt werden. Bei modernen Autos empfiehlt sich das nicht, weil die Elektronik sich sonst im Frühjahr erst neu initialisieren müsste. In beiden Fällen sollte der Stromspender an einem Batterieladegerät mit Erhaltungsfunktion hängen. Der Energieverbrauch ist dabei im Gegensatz zu älteren Ladern sehr gering. Ist der dauerhafte Anschluss nicht möglich, sollte die Batterie mindestens einmal pro Monat nachgeladen werden. Was viele nicht wissen: „Eine leere Autobatterie kann sehr schnell einfrieren. Außerdem nimmt sie bei vollständiger Entladung Schaden, der später auch durch Anschluss an ein Ladegerät nicht mehr gutzumachen ist“, erläutert Eberhard Lang.

Bewegen: Keinem Auto tut es gut, immer an der gleichen Stelle zu stehen. Hin und wieder eine Viertel oder halbe Radumdrehung bewegt, können keine Standplatten entstehen, die sonst bei der ersten Ausfahrt eine starke Unwucht erzeugen. Ein Kreidestrich am Reifen erleichtert die Bewegung und sorgt dafür, dass danach nicht wieder die gleiche Position erreicht ist. Auch verteilen sich beim Hin- und Herschieben Öl im Achsantrieb oder Fett in Antriebswellen und bauen einen schützenden Schmierfilm auf. Der Motor von jungen Fahrzeugen darf sogar hin und wieder ein paar Minuten laufen, um die Klimaanlage zu schmieren. Dabei aber sicherstellen, dass die Anlage wirklich eingeschaltet ist – und das Garagentor geöffnet! „Ohne eine solche Maßnahme kann ein Teil des Kältemittels durch ausgetrocknete Dichtungen entweichen und die Kühlwirkung ist in der nächsten Saison verschwunden“, so Lang.

Abstellen: Am wohlsten fühlt sich das Sommerauto in einer trockenen und gut belüfteten Garage. Ist dies nicht möglich, hilft ein Überzug aus einem reißfesten Material. Den gilt es gut zu befestigen, damit die Herbst- und Winterstürme dem Schutz nichts anhaben können. Auf der Straße dürfen aber nur angemeldete Fahrzeuge stehen und das Nummernschild muss sichtbar sein. Das praktische Saisonkennzeichen ist in diesem Fall leider nicht ausreichend.

Quelle: TÜV SÜD/kw

Tuesday, October 22, 2013

Keine Angst vor der Zeitumstellung


Die Umstellung der Uhren auf Normalzeit (2013: 27. Oktober) wird von Verkehrsteilnehmern offenbar besser verkraftet als der Wechsel auf die Sommerzeit im Frühjahr. Diesen Schluss zieht der ACE Auto Club Europa nach Auswertung der Unfallzahlen aus den vergangenen zehn Jahren. Danach hat es im Zuge der durch die Zeitumstellung verursachten früher hereinbrechenden Dunkelheit keinen durchgehenden Anstieg der Verkehrsunfälle gegeben, eher das Gegenteil war der Fall. In wieweit dabei die um eine Stunde verlängerte Ruhezeit eine Rolle spielt, scheint fraglich.

Während in den vergangenen Jahren in der ersten Woche der Sommerzeit die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um bis zu 30 Prozent nach oben schnellte, ist nach der Rückkehr zur regulären Zeit eher ein leichter Rückgang schwerer Unfälle im Straßenverkehr zu beobachten. Eine vom ACE vorgenommene Analyse der Unfallzahlen der letzten zehn Jahre zeigt, dass in sieben von zehn Jahren die Unfälle mit Personenschaden in der ersten Woche der Winterzeit sogar leicht abgenommen haben. Lediglich in den Jahren 2003, 2007 und 2009 wurden in dieser Zeitspanne häufiger schwere Unfälle verzeichnet.

„Goldener Oktober“ bringt mehr Verkehr und mehr Unfälle
Im Jahr 2012 ging die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 0,8 Prozent zurück, im Jahr davor sogar um 8,6 Prozent. Der beste Wert wurde für das Jahr 2004 ermittelt, als im entsprechenden Zeitraum 14,6 Prozent weniger schwere Unfälle passierten. Das Jahr 2007 muss dagegen als schwarzes Jahr angesehen werden: Nach der Zeitumstellung im Herbst stiegen die Unfallzahlen um fast 22 Prozent. Der ACE führt die Schwankungen maßgeblich auf die unterschiedlichen Witterungsverhältnisse zurück. Während bei nasskaltem Wetter der Touristenverkehr fast vollständig zum Erliegen kommt, lockt ein goldener Herbst auch Ende Oktober noch zu Ausfahrten. Das war 2007 der Fall. Bei schönem Wetter sind Motorradfahrer besonders gefährdet.

Sowohl vor als auch nach der Zeitumstellung stellt sich der Freitag im Zehnjahresvergleich als unfallträchtigster Wochentag dar. Während jedoch vor der Umstellung der Uhren auch am Montag und Dienstag von einem vermehrten Unfallgeschehen auszugehen ist, verlagerte sich dies nach der Zeitumstellung geringfügig auf die zweite Wochenhälfte. Der ACE erinnerte an verkehrsmedizinische Erkenntnisse, wonach der menschliche Körper Zeit benötigt, um sich mit den veränderten Hell-Dunkel-Phasen zu arrangieren. Nach einem anstrengenden Arbeitstag kann die früher hereinbrechende Dämmerung auch zu eher einsetzender Müdigkeit führen. Hinzu kommt der gefürchtete Herbst-Blues, der vielen Menschen aufs Gemüt drückt.

Bei der Umstellung auf die Winterzeit, die in diesem Jahr am 27. Oktober beginnt, werden um 3.00 Uhr die Uhren um eine Stunde auf 2 Uhr zurückgedreht. Diese Maßnahme sorgt morgens für eine Stunde mehr Helligkeit, allerdings werden Berufspendler mit entsprechend früher hereinbrechender Dunkelheit konfrontiert. Bei regnerischem Herbstwetter sollte deshalb mit eingeschränkten Sichtverhältnissen gerechnet werden.

ACE-Tipps für die Wagenpflege

• Dazu gehört die gründliche Reinigung der Scheiben – während der Sommermonate kann sich dort ein leichter Schmutzfilm abgelagert haben, der die Lichter entgegenkommender Fahrzeuge verzerren und zu Blendungseffekten führen kann.

• Ebenso wichtig ist die Kontrolle der Scheibenwischer. Hinterlassen die Wischerblätter bei Regenfahrten dauerhaft Schlieren auf der Scheibe, ist es Zeit für einen Wechsel.

• Um zu sehen und gesehen zu werden, benötigt man eine rundum funktionstüchtige Lichtanlage, sie sollte jetzt gecheckt werden. Verstellte Scheinwerfer lassen die Fahrt schnell zum Blindflug werden und sorgen möglicherweise für eine Blendung anderer Verkehrsteilnehmer. Kfz-Werkstätten nehmen eine Neujustierung der Scheinwerfer vor.

• Zur Vorbereitung des Fahrzeugs auf den Herbst gehört auch das Entfernen von Laub, das sich in Lüftungsschlitzen und vor Ablaufrinnen angesammelt hat. Loses Blattwerk lässt sich mit einem Handfeger entfernen, darunterliegende Ablagerungen lassen sich mit einem nassen Schwamm beseitigen; so bleiben die Ablaufkanäle frei.

• Kontrolliert werden sollte auch der Lade- und Spannungszustand der Batterie. Ältere Akkus überstehen oft noch den Sommer, machen aber an den ersten kalten Tagen schlapp.

• Kommt der Herbst, ist auch der Winter nicht mehr fern. Von Oktober an muss in den Mittelgebirgen mit Schneefall gerechnet werden, weshalb das Auto mit M+S-Winterreifenausgerüstet sein sollte. Auch wenn das Profil laut gesetzlichen Vorschriften nur 1,6 Millimeter aufweisen muss, wird für den Wintereinsatz eine Mindestprofiltiefe von 4 Millimetern empfohlen.

• Zeitumstellung – das gilt auch für die Uhr im Auto. Viele Fabrikate müssen noch manuell auf die neue Zeit eingestellt werden.Für die seelische Niedergeschlagenheit machen Mediziner laut ACE unter anderem Defizite bei der Aufnahme von Sonnenlicht verantwortlich. Demnach begünstigt die in den Herbst- und Wintermonaten vorherrschende Dunkelheit die vermehrte Ausschüttung des Hormons Melatonin. Ihm wird eine die Stimmung dämpfende Wirkung zugeschrieben. Daher sollten Autofahrer

• sich während Pausen so häufig wie möglich an der frischen Luft und im Hellen bewegen und statt schwerer Kost besser „Licht tanken“. Denn die Sonne mit ihrer UV-Strahlung regt die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin an. Es sorgt für Präsenz von Körper und Geist.
• Im Kampf gegen fröstelnde Stimmung helfen pikant gewürzte Speisen; sie regen den Stoffwechsel an und fördern die Durchblutung.

Nicht mehr Falschfahrer unterwegs

Es gibt laut ACE bislang keine belastbaren Hinweise für die Annahme, dass Geisterfahrer häufiger im Herbst unterwegs sind, etwa infolge depressiver Stimmung. Es kann aber sein, dass aufgrund eingeschränkter Sicht, etwa wegen Nebels, Fahrer auf die falsche Spur geraten. Die Zahl von Nebelunfällen ist aber in den vergangenen Jahren gesunken und Falschfahrerunfälle haben nicht zugenommen; nach Auskunft des Bundesverkehrsministeriums werden konstant etwa 1700 Falschfahrer jährlich registriert. Die meisten Verkehrsgefährdungen dieser Art gehen glücklicherweise glimpflich aus.

Quelle: ACE
 

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