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Friday, October 25, 2013

Vollkaskoversicherung muss Reifenplatzer zahlen


 Platzt ein Reifen, weil der Fahrer über einen größeren Gegenstand fährt, liegt ein Unfall vor. Die Vollkaskoversicherung muss für den Schaden aufkommen. Es handelt sich dann nicht um einen allgemeinen Betriebsschaden, der nicht versichert wäre. Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) informiert über eine Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe vom 20. August 2013 (AZ: 9 O 95/12).
Der Mann verlangte von seiner Vollkaskoversicherung die Kostenerstattung für einen geplatzten Reifen und die daraus entstandenen Schäden. Der Reifen war geplatzt, als das Fahrzeug über einen größeren Gegenstand, wahrscheinlich einen Bolzen oder eine Schraube, fuhr. Durch den geplatzten Reifen wurden auch Karosserieteile in der Nähe des Rades beschädigt. Die Versicherung weigerte sich jedoch zu zahlen. Zur Begründung verwies sie auf die Versicherungsbedingungen, wonach allgemeine Betriebsschäden nicht versichert seien.

Die Klage war erfolgreich. Es handele sich um einen Unfallschaden, entschieden die Richter. Das Platzen des Reifens sei nicht durch den allgemeinen Betrieb des Autos erfolgt, sondern durch Einwirkung eines Gegenstandes. Das habe den Reifen platzen lassen. Ein Unfall sei ein „unmittelbar und plötzlich mit mechanischer Gewalt auf das Fahrzeug einwirkende Ereignis“. Dies sei hier der Fall. Daher müsse die Versicherung zahlen.

Quelle:DAV

Wednesday, October 23, 2013

Anish K. Taneja ist neuer Direktor Vertrieb Nutzfahrzeugreifen

Anish Taneja. Foto: Michelin

Anish K. Taneja (35) ist neuer Direktor Vertrieb für Nutzfahrzeugreifen bei Michelin in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In dieser Funktion leitet er die Geschäftsbereiche Nutzfahrzeug-, Baumaschinen- sowie Industriereifen und ist für den Verkauf aller in dieser Region vertriebenen Nutzfahrzeugmarken der Michelin Gruppe verantwortlich.

Der Diplom-Betriebswirt Taneja kommt von Sixt, wo er seit 2007 tätig war. Zuletzt verantwortete er als Direktor Vertrieb den Verkauf aller Produkte der Sixt Gruppe. Davor hatte Taneja Managementerfahrung bei Lufthansa und zwei internationalen Mobilitätsanbietern gesammelt.

Anish K. Taneja berichtet an Dieter von Aspern, Direktor Vertrieb Deutschland, Österreich und Schweiz. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Quelle: Michelin

Friday, October 18, 2013

Dunlop Winter Response 2: hervorragende Performance im Winter

Dunlop Winter Response 2. Foto: Dunlop


Der neue Dunlop Winter Response 2 ist ein Winterreifen für Fahrzeuge der Kleinwagen- und Kompaktklasse. Er verfügt über beeindruckende Leistungswerte beim Bremsen und Handling unter
winterlichen Bedingungen. Der Winter Response 2 ist die ideale Ergänzung zum SP Winter Sport 4D, der den High Performance-Bereich des Dunlop Winterreifen-Portfolios abdeckt. Der Winter Response 2 ist ab der Wintersaison 2013 in 22 Dimensionen von 155/65 R 14 bis 195/65 R 15 erhältlich.

Gerade bei wichtigen Sicherheitsaspekten wie den Bremseigenschaften, dem Handling auf Eis und Schnee sowie bei Nässe überzeugt der Winter Response 2. Durch innovative Technologien konnten diese Eigenschaften im Vergleich zum Vorgänger verbessert werden. Die in 45 Grad angeordneten Lamellen im Schulterbereich wirken den Zentrifugalkräften entgegen und verbessern die Haftung auf Schnee und Eis bei Kurvenfahrt. Das neue Profildesign mit innovativer Profilblockgeometrie verbessert die Traktion beim Beschleunigen und Bremsen auf schneebedeckten Straßen.

Der Winter Response 2 verfügt im Vergleich zum Vorgänger Winter Response durch eine erhöhte Dichte an Lamellen über knapp 30 Prozent mehr Griffkanten. Pro Reifen (185/60 R 15) ergibt sich aneinandergereiht eine Griffkantenlänge von über 38 Meter. Diese führen zu einem stabileren
Bremsverhalten bei Nässe und sorgen für zusätzliche Traktion, kürzere Bremswege und souveränes Kurvenverhalten auf Schnee. Dies konnte der Winter Response 2 auch schon bei den diesjährigen Winterreifentests beweisen. So belegte er beim ADAC den zweiten Rang (Gesamtnote 2,1) und erhielt die Bewertung „gut“. Die Tester des ACE Auto Club Europa verliehen ihm das Siegel „sehr empfehlenswert“.

Auch beim Thema Kraftstoffeffizienz wurden beim neuen Winter Response im Vergleich zum Vorgänger wesentliche Verbesserungen erzielt. Die optimierte Karkassform reduziert die Verformung und zusammen mit der aerodynamisch gestalteten Seitenwand führt dies zu einem verbesserten Rollwiderstand.
Zudem konnte das Gewicht im Vergleich zum Vorgänger um etwa ein Kilogramm gesenkt werden, was ebenfalls zu einer Verbesserung des Rollwiderstandes führt.

Quelle:Dunlop

Wednesday, October 16, 2013

Winter-Check bei Peugeot ist günstig, schnell und umfassend

Mit dem 508 RXH durch Schnee und Matsch. Foto: Peugeot




Pflegeserie im kostengünstigen SetUnverhofft kommt oft, sagt man, so auch der Winteranfang. In Süddeutschland hat es bereits Anfang Oktober teilweise kräftig geschneit, und auch anderswo werden die Fährnisse der kalten Jahreszeit bald nicht mehr übersehbar sein. Clever ist, wer nicht nur sich selbst rechtzeitig auf den Winter einstellt, sondern auch sein Auto. Peugeot-Fahrer können Väterchen Frost mit einem bei den teilnehmenden Vertragspartnern erhältlichen Rundum-Sorglos-Check begegnen, der seinem Namen alle Ehre macht: Die Aktion ist ebenso umfassend wie günstig, ihre Durchführung ist schnell erledigt, und sie steht auch Fremdfabrikaten offen.

Im Rahmen des Winter-Checks nehmen die Werkstattexperten alle relevanten Fahrzeugteile im Hinblick auf Zustand und Funktion unter die Lupe. Dazu gehören nicht nur die Batterie sowie Menge und Frostschutzgehalt von Kühl- und Waschwasser, sondern auch eine Prüfung von Lichtmaschine und Keilriemen, Scheibenwischern, sämtlicher Beleuchtungseinrichtungen und der Hupe. Die erfahrenen Profis lesen außerdem den Fehlerspeicher des Fahrzeugs aus, messen den Ölstand und sprühen Türdichtungen und -schlösser vorsorglich ein. Abgerundet wird das Angebot durch eine Überprüfung der Bereifung auf Beschädigungen, Fülldruck und Profiltiefe – auch am Reserverad. Bei Autos mit erfolgreichem Check sind unverhoffte Überraschungen im Winter höchst unwahrscheinlich.

Peugeot-Fahrer, die noch keine oder gealterte Winterreifen besitzen, profitieren ebenfalls von attraktiven Angeboten. Highlight: Schon ab 11,83 Euro monatlich* ist ein Komplettsatz an Winterrädern erhältlich. Diverse Markenreifen stehen ebenso zur Wahl wie Stahl- und Leichtmetallräder in verschiedenen Größen und Ausführungen, je nach Fahrzeug und Vorlieben.

Für ein ansprechendes Äußeres und zum Werterhalt sollten Autos auch und gerade in der Streusalz-Jahreszeit gepflegt werden. Die bei jedem Peugeot-Vertragspartner erhältliche Serie technature® enthält hierfür u.a. Felgen- und Glasreiniger sowie Lackpolitur im kostengünstigen Set. Weitere Informationen gibt es bei den teilnehmenden Partnern und im Internet unter http://services.peugeot.de/winter-check/ .

Quelle: Peugeot

Tuesday, October 15, 2013

Die Entscheidung für den Kauf eines Reifens wird zunehmend vom EU-Reifenlabel beeinflusst





 Mehr als zwei von drei Kunden, die im Jahr 2013 Reifen kauften, wurden dabei von den Informationen des EUReifenlabels beeinflusst. Das belegen Daten, die heute bei einem Round-
Table-Gespräch von Goodyear Dunlop in Brüssel präsentiert wurden.
Quelle: Fulda Reifen


Laut einer Studie, die von IPSOS MarketQuest im Auftrag von Goodyear Dunlop (1) in sechs europäischen Ländern durchgeführt wurde, haben 71 Prozent der Reifenkäufer, denen das Label bereits bekannt war, die
Kennzeichnung bei der Kaufentscheidung herangezogen. Die Umfrage zeigt auch, dass mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Reifenhändler in Europa das Label als nützliches Verkaufsinstrument einsetzen.

Auch bei den europäischen Fuhrunternehmen hat das EU-Reifenlabel zunehmend Einfluss auf die Kaufentscheidung. Das Resultat einer von MV2 Conseil im Auftrag von Goodyear Dunlop (2) durchgeführten Umfrage, bei der rund 500 Fuhrunternehmen in Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Spanien befragt wurden, zeigt die Wichtigkeit der Kennzeichnung. Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) gaben an, dass das Label ihre Kaufentscheidung beeinflusst habe. Zwei Drittel (66 Prozent) betrachten den effizienten Umgang mit Kraftstoff als wichtigstes Kriterium der Kennzeichnung.

Anlass des Round-Table-Gesprächs war der bevorstehende Jahrestag der Einführung des EU-Reifenlabels. Goodyear Dunlop hatte dazu Akteure und Industrieexperten zu einer Diskussion über die Fortschritte des Labels eingeladen. Das Label, das für nahezu alle in Europa verkauften Reifen Pflicht ist, bewertet die Leistungsfähigkeit von Pkw- und Lkw-Reifen in drei Bereichen: Rollwiderstand, Nassgrip und externer Geräuschpegel. Die Regelung trat im November 2012 in Kraft.

Arthur de Bok, der Präsident von Goodyear Dunlop für die Region Europa. Mittlerer Osten und Afrika sagte mit Blick auf die Umfrageergebnisse: „Es ist ermutigend zu sehen, dass so viele Endverbraucher und professionelle Reifenkäufer das EU-Reifenlabel bereits als Referenz beim Kauf ihrer Reifen heranziehen“, sagte er. „Das EU-Reifenlabel mit seinen Informationen über drei wichtige Leistungsbereiche verbessert die Wahrnehmung für die wichtige Rolle, die Reifen für die Leistungsfähigkeit eines Fahrzeugs spielen.“

„Goodyear Dunlop ist führend beim Reifenlabel, denn wir haben ein Portfolio mit herausragenden Einstufungen“, erläuterte Arthur de Bok. „Doch auch wenn das Label eine gute Orientierungshilfe ist, gibt es noch zahlreiche weitere wichtige Faktoren, die Kunden bei der Kaufentscheidung ebenfalls berücksichtigen sollten. So bekommen beispielsweise selbst die besten Winterreifen relativ schlechte Labeleinstufungen, weil sie für kalte Temperaturen und den Einsatz auf Eis und Schnee entwickelt wurden. Das Label zeigt nur drei Kriterien, wir als Premium-Reifenhersteller analysieren bei der Entwicklung unserer Reifen mehr als 50 Kriterien – und eben nicht nur die drei des Reifenlabels.“

Michael Staude, Manager Reifen und Räder der unabhängigen Gutachter-Organisation TÜV SÜD Automotive, unterstrich die Notwendigkeit von effektiven lokalen Überwachsungssystemen in den EU-Mitgliedsstaaten. „Auf lange Sicht kann die Gesetzgebung in den Augen der Kunden und Händler nur dann erfolgreich und glaubwürdig sein, wenn alle in der EU verkauften und importierten Reifen voll den Anforderungen der
Gesetzgebung entsprechen“, sagte er.

Malcolm Harbour, Mitglied des europäischen Parlaments und Vorsitzender des Binnen-Markt- und Kunden-Schutz-Komitees, der bei der Formulierung der EU-Reifenlabel-Gesetzgebung eine entscheidende Rolle spielte, bekräftigte die Wichtigkeit des Labels für die Verbesserung von Fahrsicherheit und Umweltschutz.
„Das EU-Reifenlabel wurde als umfassendes Paket für mehr Sicherheit und Umweltschutz bei Nutzfahrzeugen und Pkw in ganz Europa eingeführt“, sagte er. „Die Reifen sind vermutlich eines der Produkte, dessen Kauf für die Kunden eher schwierig ist, und deshalb brauchen sie klarere und neutrale Informationen. Doch man kann den Kunden nur ein gewisses Maß an Information liefern, denn sie sollen nicht überfordert werden. Deshalb haben wir uns auf klare Kriterien konzentriert, die den Kunden in die Lage versetzen, seine Entscheidung wohl informiert zu treffen. Ich bin sehr zufrieden mit dem bisherigen Erfolg des Labels. Doch aus Sicht des Gesetzgebers brauchen wir noch mehr Zeit, um den Nutzen des Labels für Sicherheit und Umwelt voll verstehen und einschätzen zu können. Die Neubewertung des Gesetzes steht für 2016 auf der Agenda.“

Die im Auftrag von Goodyear Dunlop durchgeführte Untersuchung zeigt, dass der Nassgrip für Autofahrer das wichtigste Kriterium darstellt. 53 Prozent von ihnen nannten diesen Punkt als eine ihrer Top-Drei-Prioritäten beim Kauf neuer Reifen. Der effiziente Umgang mit Kraftstoff, der mit einem niedrigeren Rollwiderstand einhergeht, wurde von 47 Prozent genannt, während für 41 Prozent der externe Lärmpegel zu den Top-Drei gehörte.

Ebenfalls am runden Tisch saß Viktor Sundberg, Electrolux-Vizepräsident für Umwelt und europäische Angelegenheiten, der über seine Erfahrungen mit dem Label-System für Weiße Ware sprach. FIA-Mobility-Director Luca Pascotto unterstrich die Wichtigkeit der Sicherheit im Straßenverkehr. Goran Zubanovic, der Goodyear Dunlops europäische Vertriebsketten Premio und Vulco leitet, zeigte die Perspektive des Reifenfachhandels auf.

Eine Aufzeichnung der Podiumsdiskussion finden Sie im Internet unter www.thetirelabel.com.

(1) Die Studie wurde von Ipsos MarketQuest im Juni und Juli 2013 unter 4.200 Kunden aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Polen durchgeführt, die in den vergangenen sechs Monaten neue Reifen gekauft hatten.
(2) Die Studie wurde von MV2 Conseil im Auftrag von Goodyear Dunlop durchgeführt. Rund 500 Fuhrunternehmen in Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Spanien wurden im Juni und Juli 2013 befragt.

Quelle: Goodyear Dunlop

Monday, October 14, 2013

Fraunhofer und Continental bringen zusammen den Löwenzahn-Kautschuk auf die Straße

Wissenschaftler von Fraunhofer haben den Löwenzahn von einer Wild- in eine Nutzpflanze verwandelt, die besonders viel Naturkautschuk. liefert. © Fraunhofer IME




Aus dem Saft des Löwenzahns lässt sich Kautschuk gewinnen. Doch der entscheidende Durchbruch zur industriellen Fertigung gestaltete sich schwierig. Das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie IME optimierte in den letzten Jahren gemeinsam mit Industrie und Wissenschaft die Züchtung und die Produktionstechnik. Jetzt bauen die Forscher zusammen mit Continental erstmals eine Pilotanlage, um große Mengen Löwenzahn-Kautschuk für die Herstellung von Reifen zu gewinnen.
Das gemeinsame Projekt startete offiziell Anfang Oktober. Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren den Produktionsprozess so weiter zu entwickeln, dass Continental aus Löwenzahn-Kautschuk Reifen herstellen kann. Dafür bauen die Molekularbiologen des IME und die Forschungsabteilung des Automobilzulieferers eine Pilotanlage in Münster, die in der Lage ist, Naturkautschuk im Tonnenmaßstab zu produzieren. Gleichzeitig werden mehrere Hektar einer besonders kautschukhaltigen Löwenzahnsorte angebaut. Um den Rohstoffgehalt und die Blüteeigenschaften zu optimieren, züchten die Forscher parallel dazu neue Sorten, die einen höheren Kautschukanteil und Biomasseertrag aufweisen.

Nachwachsender Rohstoff

Die ersten Testreifen mit Gummi-Mischungen aus Löwenzahn-Kautschuk sollen bereits in den kommenden Jahren auf öffentlichen Straßen erprobt werden. Das darin enthaltene Naturprodukt weist die gleiche Qualität auf wie der bisher für die Reifenproduktion verwendete, aus subtropischen Ländern importierte Kautschuk des Gummibaums. Im Vergleich zu diesem kann er jedoch günstiger geerntet, besser gezüchtet und in Deutschland als nachwachsender Rohstoff angebaut werden – auch auf für bisherige Nutzpflanzen nicht geeigneten Flächen.

»Durch modernste Züchtungsmethoden und anlagentechnische Optimierung ist es uns gelungen, hochwertigen Naturkautschuk aus Löwenzahn im Labor herzustellen. Jetzt ist die Zeit reif, diese Technologie über den Pilotmaßstab zur industriellen Reife zu bringen. Mit Continental haben wir einen kompetenten Partner gefunden, mit dem wir das nun für die Produktion von Reifen schaffen wollen«, erklärt Prof. Dr. Rainer Fischer, Institutsleiter am IME in Aachen.

Umweltbelastung und Logistikaufwand senken

»Wir investieren in dieses vielversprechende Materialentwicklungs- und Erzeugungs-Projekt, weil wir überzeugt davon sind, dass wir dadurch unsere Reifenproduktion langfristig weiter verbessern können«, sagt Nikolai Setzer, der im Continental-Vorstand für die Division Reifen verantwortlich ist. »Denn die Kautschuk-Gewinnung aus der Pusteblumenwurzel ist deutlich wetterunabhängiger möglich als die vom Gummibaum und eröffnet aufgrund ihrer agrarischen Anspruchslosigkeit ganz neue Potentiale – insbesondere für heute brachliegende Anbauflächen. Durch den Anbau in viel kürzerer Entfernung zu unseren Produktionsstandorten würden wir darüber hinaus in nennenswertem Umfang sowohl die Umweltbelastung als auch den Logistikaufwand senken. Dieses Entwicklungsprojekt zeigt eindrucksvoll, dass wir hinsichtlich Materialentwicklung noch lange nicht am Ende unserer Möglichkeiten angekommen sind.«

»Wir haben uns in den letzten Jahren ein großes Know-how in Sachen Löwenzahnzüchtung aufgebaut. Mit Hilfe von DNA-Markern wissen wir nun, welches Gen für welches molekulare Merkmal verantwortlich ist. Die Züchtung von besonders ertragreichen Pflanzen ist so wesentlich effizienter möglich«, beschreibt Projektleiter Prof. Dr. Dirk Prüfer die Forschungsarbeiten am Münsteraner Standort des IME.

Besonders ertragreiche Pflanzen gezüchtet
Dort konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nachweisen, dass der aus Löwenzahn gewonnene Kautschuk dieselbe Qualität hat wie sein Pendant aus dem Gummibaum. Das Team um Prof. Prüfer sammelte erstmals umfangreiches Datenmaterial zu einzelnen Sorten, zu deren Kautschukgehalt und zu den biologischen Mechanismen der Herstellung. Mit Hilfe dieses Wissens gelang es ihnen Sorten zu züchten, die besonders ertragreich, robust und einfach anzubauen sind. »Die größte Herausforderung war, das Wildkraut in eine Nutzpflanze zu verwandeln. Mittlerweile weisen einige unserer Sorten einen deutlich gesteigerten Kautschukgehalt auf. Diese werden wir jetzt noch weiter stabilisieren«, schildert Prof. Prüfer.

Zur Produktion lässt sich ausschließlich die russische Variante unserer heimischen Pflanze verwenden. Nur diese Art weist Kautschuk in großen Mengen in ihrem weißen Latexsaft auf. In der »Pusteblume« steckt enormes Potenzial. Gegenüber dem Gummibaum hat sie drei entscheidende Vorteile: Ihre Vegetationsperiode dauert nicht mehrere Jahre, sondern nur ein Jahr. Danach können die Pflanzen sofort geerntet und weiter optimiert werden. Gleichzeitig ist sie weniger anfällig für Schädlinge. Und schließlich benötigt sie kein subtropisches Klima und kann auf heimischen Äckern angepflanzt werden.

Heimische Wirtschaft unabhängiger von Rohstoffimporten
»Mit der neuen Technologie können wir einen nachhaltigen Vorsprung für die deutsche Automobilindustrie erreichen. Zum einen macht sie die heimische Wirtschaft unabhängiger von Rohstoffimporten. Zum anderen reduziert sie die Transportwege und verbessert so die CO2-Bilanz«, beschreibt Prof. Dr.-Ing. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, das Ziel und die wesentlichen Vorteile der Kooperation.

Quelle:  Fraunhofer Institut
 

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